Stattalm und Winterzauber werden fehlen

Stadt zum Aus des Events

Die Stadtverwaltung äußert sich zum Aus des „Ahauser Winterzaubers“. Sie berichtet von Gesprächen, die mit dem Unternehmen Tobit als Veranstalter geführt wurden. Und von Regeln zum Lärmschutz, zum Baurecht und zum Immissionsschutzrecht.

AHAUS

, 19.09.2017, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stattalm und Winterzauber werden fehlen

Eislaufvernügen – das wird‘s im Winter in der Innenstadt nicht mehr geben.

Bis zum späten Dienstagnachmittag feilte die Stadtverwaltung an ihrer Stellungnahme für die Münsterland Zeitung zum Aus des Ahauser Winterzaubers (wir berichteten am Montag). Darin wird von verschiedenen Gesprächen berichtet, die es in den vergangenen Monaten zwischen der Stadt und dem Unternehmen Tobit gegeben habe. Inhaltlich ging es darum, welche Standorte für eine Neuauflage der „Stattalm“ und des „Ahauser Winterzaubers“ mitsamt Eisbahn in Betracht kämen. „Konkret gab es zuletzt Planungen für den Rathausplatz“, heißt es dazu von Fabian Wellers aus dem Büro der Bürgermeisterin.

Viele Fragen

Die Stadtverwaltung, Ahaus Marketing und Touristik sowie Tobit hätten gemeinsam an einer Lösung gearbeitet – auch mit Blick auf die Großbaustelle für das Kaufhaus Berken am Rathausplatz. Offene Fragen habe es viele gegeben: die Vergrößerung der Fläche durch angrenzende Parkflächen, eine veränderte Verkehrsführung, notwendige Flächen für den Anlieferungsverkehr über den Rathausplatz und eine Feuerwehrzufahrt werden genannt. „Der Erfolg einer solchen Veranstaltung hängt auch von rechtlich möglichen Öffnungszeiten ab“, heißt es in der Stellungnahme. Diese seien durch gesetzliche Vorgaben gerade abends beschränkt. Berücksichtigen müsse man dabei nicht nur die Dauer einer fünfwöchigen Winterveranstaltung, sondern auch die Rechte der Anwohner. Besonders der Lärmschutz sei zu gewährleisten.

Beschwerden nicht nur von direkten Anliegern

Fabian Wellers: „Das deckt sich leider nicht immer mit dem Freizeitverhalten der Besucher. Für Veranstalter wird es immer schwieriger, attraktive Events in Innenstädten durchzuführen.“ Nicht zuletzt, weil es immer mehr Vorschriften gebe, die bei diesen Veranstaltungen einzuhalten seien. „Ganz gleich, ob es das Baurecht, das Immissionsschutzrecht oder andere Regelungen sind.“ Laut Verwaltung gebe es bei Veranstaltungen in der Innenstadt immer wieder Beschwerden, nicht nur von direkten Anliegern. Wellers: „Oft geht es um Lautstärke, Verschmutzungen und Müll.“

„Stattalm wird fehlen“

Bürgermeisterin Karola Voß äußerte sich am Dienstag wie folgt: „Die Entscheidung von Tobias Groten macht mich nachdenklich, welche Möglichkeiten uns am Ende noch bleiben, mit attraktiven Events für eine positive Werbung für diese Stadt zu sorgen.“ Sofern sich die Verantwortlichen – und dazu gehöre auch sie als Bürgermeisterin – einig seien, müssten doch auch in Zukunft besondere Veranstaltungen in Ahaus weiterhin möglich sein. „Gerne unter Beteiligung vieler - gerne auch mit dem Unternehmen Tobit.“ Karola Voß: „Die Stattalm und der Ahauser Winterzauber werden der Stadt in diesem Jahr sicherlich fehlen.“

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