Studieren im Ausland: Diese Möglichkeiten gibt es

mlzStudium im Ausland

Die Möglichkeit, einen Teil seines Studiums an einer ausländischen Universität zu verbringen, nutzen weltweit mittlerweile Millionen Menschen. Die Optionen und Förderungen sind vielfältig.

Ahaus

, 18.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer für eine Zeit ins Ausland gehen möchte, muss einige Vorbereitungen treffen. „Abschrecken lassen sollten sich Interessierte jedoch weder vom Bewerbungsverfahren noch von den vielen Vorüberlegungen“, sagt Bjoern Wilck vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Deshalb hat der DAAD bereits vor Jahren eine Checkliste und einen Zeitablauf für die bessere Planung veröffentlicht.

Ganz grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, im Rahmen eines Studiums in Deutschland für ein oder mehrere Semester ins Ausland zu gehen:

  • Fast alle Hochschulen in Deutschland haben Partnerhochschulen im Ausland, was den Vorteil mit sich bringt, dass im Ausland erbrachte Studienleistungen relativ unkompliziert anerkannt werden können. „Der DAAD rät dazu, sich im ‚International Office‘ beziehungsweise dem Akademischen Auslandsamt der eigenen Hochschule beraten zu lassen“, so Bjoern Wilck.
  • Es gibt die Möglichkeit, den Auslandsaufenthalt selbst zu organisieren. Hier spricht man von „Free Movern“. „Wir raten grundsätzlich dazu, eineinhalb Jahre im Voraus mit den Planungen eines Auslandsaufenthaltes zu beginnen. Aber besonders als ‚Free Mover‘ ist das entscheidend“, sagt Wilck.
  • Bei manchen Studiengängen ist ein Auslandsaufenthalt bereits integriert. In seltenen Fällen wird sogar ein Abschluss von beiden Hochschulen verliehen; der sogenannte Doppelabschluss.
  • Das gesamte Studium im Ausland zu absolvieren, vor allem in den USA oder England, ist auch eine Option. „In der Regel wird das aber sehr teuer“, warnt Bjoern Wilck.

Für all diese Formen des Auslandsstudiums gibt es Förderprogramme. Wer im europäischen Ausland studiert, profitiert häufig vom Erasmus-Programm der Europäischen Union. Es ist das weltweit größte Förderprogramm von Auslandsaufenthalten an Universitäten. „Seit 1987 fördert das Erasmus-Programm den Austausch von Studierenden und Hochschulmitarbeitern und Partnerschafts- und Kooperationsprojekte zwischen Hochschulen und ist damit eine wahre Erfolgsgeschichte“, sagt Bjoen Wilck,

Stipendien verteilen außerdem unter anderem der DAAD und das Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden (Promos). Der DAAD fördert jährlich mehr als 130.000 Studierende und Wissenschaftler rund um den Globus – und ist damit die weltweit größte Förderorganisation seiner Art.

Der DAAD fördert in beide Richtungen

Der Austausch funktioniert in beide Richtungen: Der DAAD unterstützt deutsche Studierende und Wissenschaftler, die ins Ausland wollen, ebenso wie ausländische Studierende und Wissenschaftler, die nach Deutschland kommen möchten. „Zu den meistnachgefragten Programmen gehören bei Studierenden neben dem ERASMUS+ Programm klassischerweise DAAD-Jahresstipendien, die Studierenden aller Fachrichtungen offenstehen. Jahresstipendien sind sozusagen das Herzstück der DAAD-Förderungen“, so Wilck.

Am Anfang steht jedoch die Entscheidung, in welches Land man überhaupt gehen möchte. Hierbei stellt sich sowohl die Frage, was man fachlich erreichen möchte, aber auch welche persönlichen Interessen und Beziehungen es zu Sprache, Kultur und Menschen im jeweiligen Land gibt.

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