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Stühlerücken im Rathaus: Stadt Ahaus versetzt Wirtschaftsförderer

mlzWirtschaft in Ahaus

Die Stadt Ahaus sucht einen neuen Wirtschaftsförderer. Grund dafür ist offenbar der Ärger im vergangenen Wirtschaftsausschuss. Die Bürgermeisterin freut sich aus einem anderen Grund.

Ahaus

, 04.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war Tagesordnungspunkt 4.1 im nicht-öffentlichen Teil der vergangenen Ratssitzung, der für ein Stühlerücken im Ahauser Rathaus sorgen wird. Der Rat beschloss – so viel ist klar, dass der bisherige Wirtschaftsförderer Stefan Hilbring abgelöst wird.

Stühlerücken im Rathaus: Stadt Ahaus versetzt Wirtschaftsförderer

Stefan Hilbring soll zurück in die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Ahaus. Die Position des Wirtschaftsförderers ist neu ausgeschrieben. © Stadt Ahaus

Die Stadt Ahaus veröffentlichte bereits eine Stellenanzeige, in der nach einer „engagierten und dynamischen Persönlichkeit“ für den „erfolgreichen Wirtschaftsstandort Ahaus“ gesucht wird.

Ärger im Wirtschaftsausschuss bringt Stein ins Rollen

Den Stein ins Rollen brachte offenbar der Ärger im Wirtschaftsausschuss Anfang Oktober. Dort hatte unter anderem Ruth Marx vom Ahaus e. V. zum Rundumschlag ausgeholt: „Die Wirtschaftsförderung in Ahaus läuft fast gar nicht.“ Reinhard Horst (FDP) legte nach: „In Ahaus ist die Wirtschaftsförderung ein bisschen das Stiefkind.“ Auch die CDU-Fraktion übte Kritik.

Doris Zevenbergen aus dem Büro der Bürgermeisterin bestätigte auf Anfrage der Münsterland Zeitung den Zusammenhang: „Es wurde politisch entschieden. Die Situation hat sich seit dem letzten Ausschuss in die Richtung entwickelt, dass die Stelle des Wirtschaftsförderers neu besetzt werden soll.“

Öffentlichkeitsarbeit wird um eine Stelle aufgestockt

Klar ist: Stefan Hilbring bleibt der Stadt Ahaus erhalten und verstärkt das Team „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“, sobald sein Nachfolger feststeht. Damit kehrt der gelernte Journalist zu seinen Wurzeln zurück. Schon vor seiner Tätigkeit als Wirtschaftsförderer war er bei der Stadt Ahaus als Pressesprecher aktiv.

Die nun zusätzlich geschaffene Stelle segnete der Ahauser Rat ab. Keine Formalie, wie ein Blick auf das Jahr 2017 zeigt. Dort hatte sich Bürgermeisterin Karola Voß vehement für eine volle Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Der Rat schmetterte den Antrag jedoch nahezu einstimmig ab. Einzig die Bürgermeisterin selbst stimmte dafür.

Später Triumph für Bürgermeisterin Karola Voß

Dass der Rat jetzt sogar 1,5 Stellen genehmigte – auch die bisherige Pressesprecherin Anna Reehuis behält ihre halbe Stelle – ist ein später Triumph für die Bürgermeisterin. Doch die will von Genugtuung nichts wissen. „Ich freue mich einfach darüber, dass die Öffentlichkeitsarbeit in Ahaus zukünftig verstärkt wird.“

In der Praxis hatte sich schnell gezeigt, dass eine Teilzeitkraft alleine für die Öffentlichkeitsarbeit nicht ausreicht. Deshalb halfen bisher Doris Zevenbergen und Marc Frieler, eigentlich dem Büro der Bürgermeisterin zugeteilt, regelmäßig halbtags aus. In Zukunft sollen sich die beiden wieder auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können und nur noch in Notfällen einspringen.

Nächstmöglicher Zeitpunkt
Nach Auskunft der Pressestelle soll der Posten des Wirtschaftsförderers zum nächstmöglichen Zeitpunkt neu besetzt werden. Ein Stellenzuschnitt sei mit der Neubesetzung allerdings nicht verbunden. Die genaue Stellenausschreibung hat die Stadt online veröffentlicht.
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