Zwei Einbrüche in nur einer Nacht: Die Polizei hat bereits einen Tatverdächtigen festgenommen, die Ermittlungen dauern aber noch an. © DPA
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Tatort Wüllen und Legden: Polizei ermittelt Identität von Serien-Einbrechern

Sie trieben Anfang des Jahres in Wüllen und Legden ihr Unwesen. Auch in Meppen und Lingen sollen sie Einbrüche verübt haben. Jetzt ist die Polizei den Männern auf die Schliche gekommen.

Sie schlugen in der Nacht zum 20. Januar in Wüllen zu. Zwei Einbrecher beförderten bei einem Betrieb in der Bauerschaft Sabstätte zunächst einen Pfosten aus der Umzäunung, ehe sie auf das Areal gelangten und in den Geschäftsräumen reichlich Beute machten. Und noch in derselben Nacht trieben die Männer auch in Legden ihr Unwesen. Jetzt ist die Polizei den Serieneinbrechern auf die Schliche gekommen.

89 Werkzeugmaschinen der Marke Stihl im Wert von weit mehr als 10.000 Euro ließen die Einbrecher in Wüllen mitgehen. In Legden schlossen die Männer einen türkisfarbenen Sprinter kurz, der in einer Firma im Bleikenkamp stand. Das Rolltor zur Halle brachen die Täter kurzerhand auf. Auch steckten die Männer diverse Werkzeuge ein.

Sprinter wurden in den Niederlanden entdeckt

Welcher der beiden Einbrüche zuerst erfolgte, ist unklar. Gut denkbar, dass die Männer erst in Legden zuschlugen, um mit dem Transporter die zahlreichen Werkzeuge abzutransportieren. Denn der Mercedes Sprinter wurde nach Polizeiangaben nur wenig später verlassen auf niederländischer Seite entdeckt. Zwar ohne die Beute, doch offenkundig mit genügend Spuren.

Denn jetzt vermeldet die Polizei nach monatelanger Ermittlungsarbeit einen Erfolg. „Die Identität der mutmaßlichen Täter ist geklärt. Die akribische Ermittlungsarbeit hat sich ausgezahlt“, so Kreispolizei-Pressesprecher Dietmar Brüning auf Redaktionsanfrage.

Spurenauswertung bringt Erfolg

Bei den Männern soll es sich um zwei niederländische Staatsbürger im Alter von 19 und 28 Jahren handeln. „Die Ermittlungen im Rahmen des Strafverfahrens dauern aber noch an “, ergänzt der Polizei-Pressesprecher.

Aufgrund der Spurenauswertung werden die beiden Männer von der Polizei auch für Einbrüche in Meppen und Lingen verantwortlich gemacht. Und wegen des Vorgehens und der Beute deutet vieles darauf hin, dass es sich nicht um eine so genannte Beschaffungskriminalität handelt.

Bei dieser Art der Kriminalität sind die Täter in der Regel auf schnelles Geld aus, um den Drogenkonsum zu finanzieren. Das Diebesgut in diesen Fällen, von dem laut Polizei bisher jeder Spur fehlt, dürfte dementsprechend wohl als Hehlerware bestimmt gewesen sein. Bewiesen ist das aber nicht.

Dem ungeachtet weist Stihl daraufhin, dass die eigenen Produkte ausschließlich über den autorisierten Fachhandel vertrieben werden. Wenn größere Menge an anderer Stelle auftauchen würden, sei Vorsicht geboten. Das gelte auch mit Blick auf mögliche Fälschungen.

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Ahaus, Heek und Legden am Abend

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