Tausende Besucher strömen in die Innenstadt

Mantelsonntag

AHAUS Den Mantelkragen hochzuklappen brauchte niemand: Der traditionelle Mantelsonntag hat sich von seiner spätsommerlichen Seite gezeigt. Nach dem kühlen Samstag waren die Tausende von Besuchern, die durch die Innenstadt strömten, aber gewarnt.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 04.10.2009, 19:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Obwohl: So verwunderlich sei das auch wieder nicht. Denn am Mantelsonntag nach Ahaus zu fahren, „das gehört doch hier irgendwie dazu“ – genauso wie das extra große Eis für die Enkel. Cilia (14 Monate) möchte lieber einen rosafarbenen Luftballon: ein Wunsch, den Papa Lars Becker ihr gerne erfüllt. Er strahlt jetzt genauso wie das glückliche Kind – weniger wegen des Ballons als wegen der „tollen Stimmung hier. Die kenne ich in der Form gar nicht von den verkaufsoffenen Sonntagen zu Hause.“ Zu Hause – das ist in Freiburg. Sicherlich, eine tolle Stadt: Aber ein solches „Riesenangebot für Familien“ wie in Ahaus habe er dort noch nicht erlebt. Was Lars Becker, sein Töchterchen und viele andere Erwachsene mit Kindern so begeistert, befindet sich vorm Rathaus: ein grüner Spielteppich, auf dem 3500 Plastikstecksteine verstreut liegen: eine farbenfrohe Einladung für jedermann, zu bauen und zu basteln.

 Die Zwillinge Maja und Julia Terbeck aus Vreden möchten gar nicht wieder aufstehen. „Noch ein bisschen“, bitten sie ihren Vater. Ralph Freihoff hört es gerne. Der Heidener ist der Herr des kleinen Spielparadieses. Seit neun Jahren bringt er den kleinen Besuchern des Mantelsonntags immer neue Spielideen. Trotz Sonne, Spiel und Spaß: Die neuesten Mode-ideen kommen an diesem Sonntag nicht zu kurz. Nur die Mäntel. Denn ihr Saum endet überm Knie: ein Trend, dem viele Kunden etwas abgewinnen können, wie die langen Schlangen vor den Kassen zeigen. 

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