Theater demnächst nur auf Sparflamme

Stadthallenumbau

„Bitter Honig“ – so endet nach vier Jahrzehnten eine Theater-Ära. Ende August schließt die Stadthalle wegen der anstehenden groß angelegten Sanierung und Erweiterung.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 22.03.2011, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das mitreißende Musical »Africa, my love« fand in der abgelaufenen Theaterringsaison mit die meisten Zuschauer.

Das mitreißende Musical »Africa, my love« fand in der abgelaufenen Theaterringsaison mit die meisten Zuschauer.

„Bitter Honig“ ist der Titel der vorerst letzten Aufführung des Theaterrings am 13. April. Eine Theaterabstinenz soll es aber nicht geben. Dr. Margret Karras vom Fachbereich Kultur kündigte jetzt im Schul- und Kulturausschuss an, die Stadt werde die bittere Umbauzeit mit einem Alternativprogramm versüßen. „Uns stehen mehrere Veranstaltungsorte zur Verfügung: die Aula im Alexander-Hegius-Gymnasium, der Fürstensaal, das Dorothee-Sölle-Haus und die Villa van Delden. Große Produktionen werden dort aber wegen der kleinen Bühnen nicht stattfinden können, wohl aber bis zu zehn mittlere und kleinere Veranstaltungen. Welche das sein werden, steht noch nicht fest. In der nächsten Sitzung des Kulturausschusses soll das Programm aber vorgestellt werden. Fest steht indes schon, dass das Abonnement für die beiden Theaterringe A und B wird in der Saison 2011/2012 ruhen wird. „Schweren Herzens“, so Verwaltungsvorstand Hermann Kühlkamp, habe man sich dazu durchgerungen. „Schließlich sind die Abonnenten unsere Kunden, die wir gerne an uns binden möchten.“ Ein süßes Trostbonbon nach dem bitteren Honig: Abonnenten sollen Karten für die Alternativveranstaltungen zu vergünstigten Preisen erwerben können. Ansonsten stehen alle Karten im freien Verkauf zur Verfügung. Renate Schulte (UWG) und Alfons Gerick (SPD) regten an, die Erneuerung und Vergrößerung der Stadthalle auch als Chance für einen Umbruch zu begreifen. Schulte schlug vor, künftig rund 9000 Euro durch den Verzicht auf zwei Veranstaltungen einzusparen. Gerick nannte neben die wirtschaftlichen Aspekten auch „grundsätzliche konzeptionelle Überlegungen“. Dies Fragen sollen in den nächsten Sitzungen diskutiert werden. Die Übergangslösung nahm der Ausschuss zustimmend zur Kenntnis.

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