Theaterspieler unterhalten und spenden

„Krawall inn Hohnerstall“

Einen gemütlichen Sonntagnachmittag verbrachten die Gäste im ausverkauften Saal Räckers-Erning. Der plattdeutsche Theaterverein „WST Ottenstein“ hatte eingeladen zum Theaterstück „Krawall inn Hohnerstall“. Bei Kaffee, Kuchen und musikalischer Untermalung von den Burgmusikanten lauschten die Gäste der Aufführung der Laiendarsteller.

OTTENSTEIN

17.10.2011, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Schauspielerschar mit dem Spendenscheck für die Omega-Gruppe.

Die Schauspielerschar mit dem Spendenscheck für die Omega-Gruppe.

Auf dem Hofe von Oma Katharina (Melanie Gosling) und ihren Enkelinnen Sofie (Jutta Meiners) und Anna (Mia Herbers) sind Männer nicht gern gesehen. Als ein Unwetter aufzieht, suchen Alfred (Klaus Florien), der mit dem Auto liegengeblieben ist, sowie Bernd (Jörg Honvehlmann), der beim Wandern beinahe abgestürzt ist, Unterschlupf auf dem Hof. Die beiden Jungfrauen des Hofes sorgen dafür, dass man sie nicht sofort als Mann erkennt. Heini (Markus Bubik), der Knecht, hat eher seine Hühnerzucht im Kopf als das Frauenvolk. Als dann die scheinbar nicht so helle Paula (Karin Gosling) mit ihren ledigen Vater, dem Viehhändler Jupp (Christian Gosling) auftaucht, ändert sich dies. Jupp versucht seine Tochter an den Mann zu bringen, obwohl er scheinbar selbst auf der Suche ist. Die Runde komplettiert dann die neugierige Nachbarin Guste (Marion Wöhrmann), die wegen des Unwetters nicht mehr heimkommt. So nimmt das Chaos seinen Lauf und es braucht einige Lacher, bis sich die Situation auflöst und es zum Happy End kommt. Nach etlichen Lachsalven endet ein amüsanter Nachmittag unter tosenden Applaus.

Zu Beginn der Aufführung überreichten die Theaterspieler den Erlös in Höhe von 300 Euro stellvertretend an die ehrenamtlichen Ottensteiner Helfer der Omega-Sterbebegleitung, Pauline Hisker und Marlies Leuker. Omega ist ein Hospizdienst, der ausschließlich von Ehrenamtlichen betrieben wird. Überwiegend kommen die Helfer nachts zum Einsatz und entlasten so die Angehörigen. Die Spende soll dazu dienen, immer wieder entstehende Kosten wie für Spritgeld oder ähnliches zu bezahlen. Es ist jetzt das zweite Jahr, in dem die Theaterspieler den Erlös für einen karitativen Zweck in Ottenstein oder der näheren Umgebung spenden. „Wir möchten das Geld direkt einsetzen, ohne einen Verwaltungswasserkopf zu finanzieren. Wer jemanden kennt der Unterstützung benötigt, kann gerne, auch anonym, an uns herantreten“, erklärt Vorsitzender Christian Gosling.

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