Tobias Groten vor Rückzug? Tobit-Chef überrascht mit Facebook-Post

mlzAhauser Software-Entwickler

Ein Facebook-Post sorgte am Donnerstagnachmittag für großes Aufsehen. Tobias Groten deutete hierin seinen Rückzug als Vorstand von Tobit Software an. Viele Fragen bleiben offen.

Ahaus

, 12.03.2020, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Tobias Groten, CEO und Gründer des Ahauser Software-Unternehmens „Tobit Software“, hat am Donnerstagnachmittag auf der Plattform Facebook seinen Rückzug angedeutet. In Bezug auf die abgesagte hauseigene „Pushcon“ (wir berichteten) schrieb Groten: „Auf meine ‚Digital Bedtime Story’ in zwei Wochen hatte ich mich schon sehr gefreut! Weniger, weil es schließlich mein letzter Auftritt als Vorstand von Tobit Software gewesen wäre, sondern weil ich so viele wirklich spannende Dinge zu erzählen gehabt hätte.“

Anders als die anderen Programmpunkte der Pushcon habe er seine Keynote ersatzlos gestrichen. Die Begründung: „Für das, was ich hätte sagen wollen, hätte es dieses besondere Ereignis gebraucht.“ Konkreter wird er in seinem Posting nicht. Allerdings steht das Ahauser Software-Unternehmen wohl vor einer Zäsur. Auf der Tobit-Homepage heißt es: „Wir möchten die Gelegenheit (Einschränkungen durch das Coronavirus, d. Red.) nutzen, um ein paar größere Umbauarbeiten an unserem Unternehmen vorzunehmen.“

Tobias Groten: „Ein paar grundlegende Dinge neu sortieren.“

Und auch Tobias Groten schreibt in seinem Posting: „Ich halte ein bisschen die Füße still, mach so dies und das und nutze die Zeit, um ein paar grundlegende Dinge neu zu sortieren.“ Was er genau damit meint und ob er dem Unternehmen in anderer Funktion erhalten bleiben würde, ist völlig offen. Tobit Software ohne Tobias Groten ist allerdings kaum vorstellbar.

Mit 16 Jahren gründete der heute 51-Jährige die Tobit Software AG, brach später die Schule ab und baute in seiner Heimatstadt ein millionenschweres Unternehmen auf. In Ahaus gehört er zu den bekanntesten Gesichtern der Stadt. Auch, weil er hier Festivals mit Weltstars organisierte und die lokale Gastrobranche (digital) aufmischt.

Vor Konflikten mit Politik und Medien schreckte er nie zurück, genauso wenig vor Provokationen oder außergewöhnlichem Marketing. In den 90er-Jahren ersteigerte er zum Beispiel den Jaguar von Heinz Rühmann bei „Wetten, dass...?“. Es würde nicht überraschen, wenn Tobias Groten auch diesmal alle überrascht. Im Gegenteil.

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