„Irgendwas muss passieren“: Ärger über Zustand der Trainingsplätze im Ahauser Stadtpark

mlzSportplätze im Stadtpark

Der Ahauser Stadtpark ist die Heimat von Eintracht Ahaus. Doch die Trainingsplätze sind in keinem guten Zustand, sagt der Vorsitzende des Landesligisten. Die Stadt sieht das jedoch anders.

Ahaus

, 12.02.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Rasen ist übersät mit kleinen Löchern, mehrere Maulwurfshügel zieren den hintersten Fußballplatz des Ahauser Stadtparks. Der Fangzaun, der eigentlich dafür sorgen sollte, dass kein Schuss über das Tor und auf den dahinterliegenden Acker fliegt, verdient seinen Namen schon längst nicht mehr. Der Zustand der Trainingsplätze im Stadtpark ist den Fußballern von Eintracht Ahaus ein Dorn im Auge. Die Stadt Ahaus hält die Plätze dennoch für „gut geeignet“.

„Irgendwas muss da mal passieren“, sagt Stefan Kappenstiel, Vorsitzender von Eintracht Ahaus, auf Nachfrage unserer Redaktion. Ein Trainer des Vereins hatte auf das Problem aufmerksam gemacht. Vor allem die Fangzäune seien in einem schlechten Zustand. „Die hängen schon daneben“, erklärt er. Mit der Stadt habe es bereits mehrere Gespräche über die Sportplätze gegeben. Zuletzt habe man gemeinsam mit Vertretern der Stadt im September 2019 die Plätze besichtigt.

Dichtes, dorniges Gestrüpp wächst um den Pfosten

Ein Thema der Gespräche: Die Umzäunung der Anlage. „Das Gelände sollte eigentlich schon eingezäunt werden“, verrät Kappenstiel. Aktuell sind die beiden Plätze zwar bereits eingezäunt, doch nur an der Eingangsseite der beiden Trainingsplätze steht ein richtiger Fangzaun aus Metall. Die restlichen Seiten werden von einem normalen, deutlich kleineren Zaun umrandet. Auf der Seite zum Acker hängen nur noch Reste des Fangzauns, der aus einem Netz besteht.

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Ob ein neuer Zaun gebaut werden soll, steht allerdings noch nicht fest. Zurzeit werde noch „eine Bestandsanalyse des Zaunes durchgeführt“, erklärt Stefan Hibring, Pressesprecher der Stadt Ahaus. Sollte diese ergeben, dass ein neuer Zaun benötigt wird, werde dies im Anschluss umgesetzt.

„Irgendwas muss passieren“: Ärger über Zustand der Trainingsplätze im Ahauser Stadtpark

Der Fangzaun am Ende der Trainingsplätze des Stadtparks ist kaum noch vorhanden. © Pascal Albert

Doch der fehlende beziehungsweise kaputte Fangzaun ist nicht das einzige Problem auf der Anlage. „Das Unkraut wuchert“, sagt der Eintracht-Vorsitzende. Eines der Tore ist auf einer Seite komplett zugewuchert. Dichtes Gestrüpp, übersäht mit unzähligen Dornen, schlängelt sich dort bereits um den rechten Torpfosten herum und wächst immer weiter ins Tor hinein. Eine spektakuläre Parade wird dort wohl kaum ein Torwart noch wagen.

„Der Zustand ist ja nicht wegzudiskutieren“

„Das ist kein Zustand mehr“, sagt Stefan Kappenstiel. Ihm liege es zwar fern, „da großartig Theater zu machen, aber der Zustand ist ja nicht wegzudiskutieren“. Doch ein Unmut vonseiten des Vereins aufgrund des Zustands der Plätze „ist aus Sicht der Stadt Ahaus nicht erkennbar, da wir in einem engen Kontakt mit den verantwortlichen Personen stehen“, sagt Stefan Hilbing. Die beiden Plätze seien für das Training „in den regenstarken Monaten“, in denen die anderen Plätze oft aufgrund der schlechten Witterung gesperrt werden müssen, „gut geeignet“.

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Insgesamt muss sich die Stadt um acht Sportanlagen mit insgesamt 23 Fußballplätzen sowie weiteren Trainingsflächen kümmern. Dazu kommen noch fünf Kleinspielfelder mit Gummibelag sowie zehn Bolzplätze und fünf Tennisanlagen. Während die Kleinspielfelder von einem externen Dienstleister gereinigt werden, kümmert sich der städtische Bauhof um die Pflege aller anderen Plätze.

Rasenmähen ist Aufgabe der Stadt

Im Jahr 2018 „investierte der Bauhof rund 3000 Arbeitsstunden in die Pflege der Sportanlagen“, erklärt Hilbing. Diese umfasse unter anderem das zweimal wöchentliche Mähen der Spielfelder, was immer von März bis einschließlich November stattfinde. Dafür sei vor Kurzem sogar noch ein neuer Rasenmäher angeschafft worden, der das Arbeiten effizienter machen soll. „Er kann zwei Mähgeräte ersetzen“, so der Ahauser Pressesprecher.

„Irgendwas muss passieren“: Ärger über Zustand der Trainingsplätze im Ahauser Stadtpark

Maulwurfshügel auf dem Feld machen das Trainieren im Stadtpark nicht unbedingt einfacher. © Pascal Albert

Um die „allgemeine Grünpflege“ und die Bewässerung der Felder müssen sich die Vereine jedoch selbst kümmern. Ebenfalls Aufgabe der Vereine ist laut Stefan Hilbing der Umgang mit den unter Naturschutz stehenden Maulwürfen unter den Plätzen und den Hügeln, die sie hinterlassen.

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