Trotz Oktoberfest-Absage: Gamsbart Alm in Ahaus soll stattfinden

mlzGamsbart Alm

Das Original in München ist abgesagt, beim Ahauser Oktoberfest ist man hingegen noch optimistisch. Die Vorbereitungen auf die „Gamsbart Alm“ laufen trotz Coronavirus weiter.

Ahaus

, 25.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Absage des Münchner Oktoberfestes, dem größten Volksfest der Welt, war zwar nach dem Verlauf der vergangenen Wochen keine Überraschung mehr, schlug aber dennoch ein wie eine Bombe. An die geschätzten 1,4 Milliarden Euro Umsatz kommt das Ahauser Pendant - die „Gamsbart Alm“ auf dem Kirmesplatz - zwar nicht ganz heran, aber dennoch machen sich die Veranstalter wegen der Corona-Pandemie ebenfalls ihre Gedanken.

Für eine endgültige Absage sieht man hier aber noch keinen Grund, erklärt Frank Schwämmle im Telefonat mit der Redaktion. Er organisiert das Fest bereits seit elf Jahren gemeinsam mit der Ahauser Gastronomen-Familie Drebbers. Die Werbetrommel wurde schon im Januar gerührt, Sponsoren haben ihre Zusage gegeben, ersten Karten sind bereits verkauft. „Auch das Zelt ist schon gebucht - natürlich mit entsprechender Stornierungsoption“, berichtet Schwämmle.

Organisator zeigt sich optimistisch

Er glaubt: „Wenn es jetzt keine gravierenden Rückschläge mehr geben sollte, dürfte sich die Situation bis dahin entspannt haben.“ Sollte der Volksfest-Verschnitt tatsächlich wie geplant am Samstag, 3. Oktober, stattfinden, wäre es bereits die elfte Auflage.

Frank Schwämmle vertraut darauf, dass die Gäste der vergangenen Jahren erneut kommen würden: „Viele Stammtische legen ihren Urlaub so, dass sie auf jeden Fall zu uns kommen können. In diesem Jahr könnten wir sogar davon profitieren, dass die meisten Stammtisch-Touren wahrscheinlich abgesagt werden.“ Genauso wie von der Absage der Münchner Wiesn. „Das könnte uns in die Karten spielen.“

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Seinen Optimismus begründet der Ahauser auch darin, dass die Größe der Gamsbart Alm überschaubar bleibe. „Ein Fest mit 400 bis 500 Menschen ist noch keine echte Großveranstaltung.“ So oder so glaubt Frank Schwämmle: „Nach der langen Corona-Pause werden die Leute Bock haben.“ Alles unter dem Vorbehalt, dass „die Infektionszahlen weiter niedrig bleiben“.

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