Über fünf Millionen für Ausbau der U-3-Betreuung

Ehrgeiziges Fünfjahresprogramm

Fast drei Millionen Euro sind seit 2008 in die Ahauser Kindergärten investiert worden, um die Betreuung für Kinder unter drei Jahren (U-3) auszubauen. Bis 2013 werden noch über zwei Millionen Euro zusätzlich in die Hand genommen, um die von Bund und Ländern angestrebte U-3-Versorgungsquote von 35 Prozent erreichen zu können.

AHAUS

von von Stefan Grohtues

, 11.10.2011, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll der neue Ottensteiner Kindergarten »Im Hagen« aussehen. Eine Förderzusage steht noch aus.

So soll der neue Ottensteiner Kindergarten »Im Hagen« aussehen. Eine Förderzusage steht noch aus.

Eine noch bevorstehende Investition stellte Architekt Egbert Hartmann am Montagabend im Ausschuss vor: Die Pläne für den neuen Zwei-Gruppen-Kindergarten in Ottenstein. In dem Ortsteil müssen bis 2013 41 U-3-Plätze angeboten werden, um die gesetzlich vorgesehene Versorgungsquote zu erreichen. Der neue Kindergarten am Standort „Im Hagen“ auf dem Eckgrundstück Solmstraße/Georgstraße soll mit zehn U-3-Plätzen dazu beitragen. Darüber hinaus ist dort eine Ü-3-Gruppe mit mit 25 Plätzen geplant. Die Baukosten bezifferte Hartmann auf 651 000 Euro. Hinzu kommen 43 000 Euro für die Außenanlagen. Der neue Kindergarten soll 2012 fertiggestellt werden. Allerdings, so Althoff, liege die Förderzusage vom Land noch nicht vor. Sollte die erhoffte Förderung in Höhe von 180 000 Euro ausbleiben, müsse noch einmal neu nachgedacht werden, zum Beispiel über die Möglichkeit eines Investorenmodells.

Trotz der erheblichen Aufwendungen für Investitionen bestand im Jugendhilfeausschuss Einvernehmen darüber, dass bei der Beitragsfreistellung für das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung auch Geschwisterkinder beitragsfrei sind. Im September bereits hatten sich Vertreter aller Jugendämter des Kreises Borken für diese Regelung ausgesprochen (Münsterland Zeitung berichtete). Der Jugendhilfeausschuss empfahl am Montag dem Rat einstimmig, eine entsprechende elternfreundliche Beitragssatzung zu erlassen. Annette Lange-Röttger (UWG) lobte die Beitragsfreiheit fürs letzte Kindergartenjahr und die Geschwisterkindregelung. „Wir haben schon lange dafür plädiert.“ Peter Mensing (CDU) entgegnete: „Jetzt aber deckt das Land die Lücke von 360 000 Euro. Wenn wir damals dem UWG-Vorschlag gefolgt wären, hätte die Stadt einspringen müssen.“

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