Übernahme soll 54 Arbeitsplätze sichern

H+E Packtec

Eine gute Nachricht für 54 Mitarbeiter der H+E-Packtec (vormals Finnah), eine schlechte für 28 weitere Kollegen: Der von Insolvenz bedrohte Ahauser Anlagenbauer wird voraussichtlich von der M.A.X. Automation AG übernommen, aber nur knapp zwei Drittel der Arbeitsplätze bleiben erhalten.

AHAUS

, 23.06.2014, 18:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Firma H+E Packtec geht es weiter - aber mit Abstrichen.

Für die Firma H+E Packtec geht es weiter - aber mit Abstrichen.

Packtec baut an der Einsteinstraße Verpackungsmaschinen für die Molkerei- und Getränkeindustrie und exportiert weltweit. Das hoch verschuldete Unternehmen hatte im Februar die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Seither hatten Insolvenzverwalter, Betriebsrat und Gewerkschaft intensiv nach Lösungen gesucht. Lange aber war keine Firma zu finden, die Packtec übernehmen wollte, bis die NSM Magnettechnik, ein Sondermaschinenhersteller aus Olfen, Interesse zeigte. Die NSM ihrerseits gehört zum Konzern M.A.X. Automation AG.

Die Bedingungen für die 54 verbleibenden Mitarbeiter, darunter acht Azubis, bezeichnete Hebing gestern als „harsch“. Die Zahl der Kündigungen habe die IG Metall in harten Verhandlungen von 35 auf 28 drücken können. Die verbleibenden Mitarbeiter werden ohne Lohnausgleich künftig 40 statt 35 Stunden pro Woche arbeiten. Diesem Haustarifvertrag, so Hebing, hätten am Montag 97 Prozent der Belegschaft in einer Betriebsversammlung zugestimmt. Er ist auf fünf Jahre befristet, danach soll eine Rückkehr zum Flächentarifvertrag erfolgen. Hebing betonte: „An der Misere sind weder Mitarbeiter, noch Insolvenzverwalter noch Übernehmer schuld. Die Verantwortung liegt allein beim Missmanagement der vergangenen Jahre.“

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