Diese Zangenfalle will ein Ahauser am Mittwochabend im Schlossgarten gefunden haben. Bei Facebook warnte er davor – und löste jede Menge Reaktionen aus. © privat
Facebook-Diskussion

Unbekannte legen Zangenfalle im Schlossgarten aus – wütende Reaktionen

Eine im Ahauser Schlossgarten gefundene Zangenfalle hat bei Facebook für erhitzte Reaktionen gesorgt. Die Stadt weist jede Beteiligung von sich. Unbekannte sollen die Falle ausgelegt haben.

Für große Aufregung im sozialen Netzwerk Facebook sorgte am Mittwochabend ein Fund im Schlosspark: Auf der großen Wiese hatte ein Ahauser eine nicht-ausgelöste Zangenfalle gefunden.

Binnen kürzester Zeit überschlugen sich im Internet die Kommentare: Sie reichten von Sorge um Kinder, die dort in der Nähe spielen, Fassungslosigkeit über Wut bis hin zu Erklärungsversuchen, dass es sich lediglich um eine Schädlingsfalle handele. „Wer macht sowas?“, fragte eine Nutzerin. „Unglaublich, da spielen auch Kinder“, stellte eine andere fest. Es handele sich eben um eine Wühlmausfalle, die für Kinder oder einen Hund sicherlich schmerzhaft sein könne, die aber keine wirkliche Gefahr darstellen würde, schrieb ein weiterer Nutzer.

Drastische Kommentare nehmen Verursacher ins Visier

Auch drastischere Kommentare fanden sich unter dem Foto: „Wenn ich die Person erwische, der packt erstmal selbst rein“, schrieb ein Facebook-Nutzer – und hatte damit noch einen der harmloseren Kommentare verfasst.

Nachfrage bei der Stadt Ahaus: Wie Stefan Hilbring von der Stadtverwaltung erklärt, sei das Ordnungsamt noch am Mittwochabend über den Fund informiert worden. Direkt am Donnerstagmorgen seien Mitarbeiter des städtischen Bauhofs im Schlossgarten unterwegs gewesen, um dort nach ähnlichen Fallen zu suchen. „Gefunden haben sie nichts mehr“, erklärt er.

Auch die Falle, die der Ahauser am Mittwochabend gefunden und eigener Aussage nach in einen Mülleimer geworfen habe, hätten die Bauhof-Mitarbeiter nicht mehr entdeckt.

Stadt stellt keine Anzeige – weist aber Beteiligung von sich

Zur Anzeige hat die Stadt den Fall nicht gebracht. „Wir haben ja nichts gefunden“, sagt Stefan Hilbring. Ganz deutlich weist er allerdings jede Beteiligung der Stadt an der ausgelegten Falle zurück: „So etwas machen wir nicht“, sagt er. Der Bauhof bekämpfe im Schlossgarten keine Nagetiere mit Zangenfallen.

Zangenfallen, bei dem gefundenen Objekt handelt es sich wohl um eine Wühlmausfalle, sind in Deutschland legal im Handel erhältlich. Auch der Einsatz gegen Wühlmäuse ist erlaubt. Kritisch wird es allerdings in dem Moment, wenn mit solchen Fallen Jagd auf Maulwürfe gemacht wird: Die stehen unter Naturschutz. Sie zu töten, ist unter Strafe gestellt.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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