Moderne Sportstätte 2022

Union Wessum verbindet digitalen und „normalen“ Fußball am Sportplatz

Das wird ein Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche. Der SV Union Wessum erhält aus dem Landesförderprogramm "Moderne Sportstätte 2022" Fördermittel für eine interaktive Torwand.
Johannes Kappelhoff, Geschäftsführer des SV Union Wessum, vor dem Areal, auf dem die interaktive Torwand aufgebaut werden soll. Die Calisthenics-Geräte im Vordergrund sind ebenfalls frei zugänglich. Der Parcours wurde aus Leader-Mitteln gefördert.
Johannes Kappelhoff, Geschäftsführer des SV Union Wessum, vor dem Areal, auf dem die interaktive Torwand aufgebaut werden soll. Die Calisthenics-Geräte im Vordergrund sind ebenfalls frei zugänglich. Der Parcours wurde aus Leader-Mitteln gefördert. © Sven Asmuss

Das Landesförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ wird auch beim SV Union Wessum fleißig genutzt und weithin sichtbar gemacht. In der ersten Runde bekam der Verein eine Förderzusage für den Neubau eines Teils der Funktionsgebäude.

Während dort noch Kran und Baumaschinen stehen, kann Geschäftsführer Johannes Kappelhoff schon Erfolg auch in der zweiten Runde des Programms verkünden. Der Verein hat die Zusage für die Förderung einer interaktiven Torwand bekommen. Diese muss, gemäß den Förderkriterien, öffentlich zugänglich sein.

„Wir haben am Vereinsgelände noch eine passende Fläche gefunden, auf der wir das Projekt realisieren können. Dort, wo auch schon eine Station des Calisthenics-Parcours steht und der Tartansportplatz angesiedelt ist, passt auch die neue Anlage noch hin“, so Johannes Kappelhoff.

Geplant ist neben der Torwand auch ein Kleinspielfeld mit kleinen Toren. Insgesamt misst das Areal nur elf mal neun Meter. „Wir wollen dafür sorgen, dass wieder mehr Kinder an der frischen Luft spielen und sich sportlich betätigen“, erklärt Johannes Kappelhoff. Die Torwand ist zweifelsohne das Highlight, die Verbindung zwischen digitalem und echtem Fußball.

Torwand mit 16 druckempfindlichen Panels

Die Wand, die rund 30.000 Euro kostet und vom Verein schon bestellt wurde, ist in etwa so groß wie ein Fußballtor. Sie ist unterteilt in 16 druckempfindliche Panels, die auf Berührung durch einen geschossenen Ball reagieren. „Es gibt verschiedene Spielmodi, die sowohl für einen Einzelspieler als auch für Duelle geeignet sind“, verdeutlicht Johannes Kappelhoff. Die Wand lässt sich unmittelbar am Gerät als auch per App steuern. So ist zum Beispiel auch gewährleistet, dass sie in den Abend- und Nachtstunden außer Betrieb gesetzt werden kann.

Das Projekt war mit Gesamtkosten von 93.523 Euro beim Land eingereicht worden, die Fördersumme liegt bei 79.495 Euro, die Förderquote bei 85 Prozent. „Die restlichen 15 Prozent bringt unser Förderverein auf“, betont Johannes Kappelhoff das Eigenengagement des Clubs. Baubeginn soll noch im August sein. Bevor die Wand montiert werden kann, müssen zunächst Erdarbeiten erfolgen und die elektrischen Anschlüsse verlegt werden. Torwand und Kleinspielfeld sollen mit einem Boden aus EPDM, ähnlich einem Tartanboden, versehen werden.

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