Varianten für Nordostumgehung werden untersucht

Bauausschuss

STADTLOHN Die eigentliche Vorentscheidung für eine Umgehungs-Trasse ist im Grunde genommen schon gefallen: Drei von vier Varianten fallen aus dem Rennen – wegen sogenannter „KO-Kriterien“.

von Von Thorsten Ohm

, 20.11.2009, 18:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die geplante Umgehungsstraße für Stadtlohn war Thema im Ausschuss.

Die geplante Umgehungsstraße für Stadtlohn war Thema im Ausschuss.

Das Ergebnis: Die südlichste Trasse liegt zu nah am Siedlungsbereich, die beiden nördlichsten berühren zu wertvolle Natur-Areale und verbrauchen zu viel Freiraum. Fazit: Die verbleibende Variante zwei soll nun im Detail abgeklopft werden, weitere Untervarianten entstehen, und daraus eine Abschlussempfehlung entwickelt werden. Die n „Schwankungsbreite“ bezifferten die Fachleute auf „150 Meter nach oben oder unten“. Die Trasse beginnt am Kreisverkehr Breul, quert östlich des Ginsterweges die Berkel, schlägt den Bogen zum Düwing Dyk und weiter nördlich des Siedlungsraumes Losberg bis zur B70 Auf die Frage von Josef Wansing (CDU), wann die betroffenen Anwohner Gelegenheit bekommen, ihre Anregungen und Bedenken einzubringen, signalisierte Bauamtsleiter Wolfram Höltken die zweite Jahreshälfte 2010 – nach dem verfahrenseinleitenden Beschluss.

Ob nicht auch eine Westumgehung angesichts der Nähe zur Industrie in Frage gekommen wäre, wollte Heinrich Brömmelhues (UWG) wissen. Diese sei grundsätzlich nicht durchführbar, entgegnete Paul Schmeing vom Kreis Borken: Die Schutzkriterien wirkten dort zu stark. Dass offensichtlich nur noch Variante zwei in Frage komme, hatte zuvor Jochen Wullers (FDP) betont: „Dem werden wir uns annähern müssen.“ Die SPD wolle den Planern Vorschläge zukommen lassen, wo aus ihrer Sicht besondere „Knackpunkte“ liegen, kündigte Franz-Josef Demes an.

Unter dem Strich blieb dem Ausschuss zunächst nur die Kenntnisnahme des Stands der Dinge. Eine formelle Entscheidung für eine Variante fiel nicht – und die für die grundsätzliche Richtung ist aus Sachgründen schon erfolgt.

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