Verkehr staut sich seit Tagen an der Ampelkreuzung

Wegen Baustelle

Drei oder im besten Falle vier Autos schaffen es zu Stoßzeiten über die Ampel an der Kreuzung Hindenburgallee/Parallelstraße/Schorlemerstraße. Was an normalen Tagen die Autofahrer schon auf eine harte Probe stellt, ist in dieser Woche zu einem kleinen Verkehrsinfarkt ausgewachsen. Schuld war die Baustelle auf dem Adenauerring.

AHAUS

, 11.07.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Seit fast 20 Minuten stehe ich hier im Stau. Meinen Fahrplan kann ich vergessen", schimpft ein Busfahrer. In dieser Zeit hat er sich etappenweise über die Parallelstraße nach vorne gearbeitet. Mit ihm warten zig andere Autofahrer darauf, endlich über die Kreuzung zu kommen. Eine Frau lässt sich genervt schon an der Parallelstraße absetzen. Zu Fuß ist sie deutlich schneller am Bahnhof.

Der Bus rollt einen Meter nach vorne. Der Fahrer ärgert sich immer noch. Die Ampelschaltung sei großer Schwachsinn. Die Umleitung erst Recht. Die Runde zu den Haltestellen in der Innenstadt könne er sich sparen, um nicht noch mehr Verspätung anzusammeln. Natürlich, die Bauarbeiten am Adenauerring und die halbseitige Sperrung dort haben das Problem mit der Ampel noch verschlimmert. Doch schon im normalen Betrieb sei die Ampel an der Kreuzung eine Zumutung.

Lange Staus

Der Verkehr staut sich derweil fast bis zum Kreisverkehr am Schumacherring. Auch auf der Schorlemerstraße ein ähnliches Bild: Bis auf Höhe der Von-Braun-Straße stauen sich die Autos. Von dieser Seite aus geht es jedoch etwas zügiger: Bis zu zehn Autos fahren während der Grünphase. Einige drücken auch bei sattem "Dunkelgelb" noch kräftig aufs Gas. Aber egal, ob an dieser oder jener Seite, die Autofahrer sind genervt.

Das Kuriose: Als die Ampel vor ein paar Wochen komplett ausgefallen ist, lief der Verkehrs zwar etwas chaotischer, dafür aber auch flüssiger. Das ist zumindest der Eindruck vieler Autofahrer, die ihrem Ärger über die Kreuzung Luft machen. Und das sagt auch der Busfahrer, der zwar laut schimpft, seinen Namen aber lieber für sich behalten möchte.

Gefährliche Situationen

Stefan Hilbring, Pressesprecher der Stadt, teilt diesen Eindruck persönlich zwar, schränkt ihn aber auch direkt wieder ein: Ja, es sei während des Ausfalls ganz gut gelaufen. Eine Lösung sei diese Verkehrsregelung auf Dauer aber nicht. Da habe es aber auch Anrufe von besorgten Fahrrad- und Autofahrern gegeben, dass es mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen sei.

Die Kreuzung komplett ohne Ampel zu regeln, sei nicht möglich: zu gefährlich. Und im Zusammenspiel mit dem Bahnübergang erst recht völlig unmöglich. Die Verwaltung habe die Kreuzung aber auch so ständig im Blick, um den Verkehr dort zu optimieren, sagt er. "Die großen Probleme lagen aber natürlich an der Baustelle auf dem Adenauerring", so Hilbring.

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