Vermeintlicher Angriff war Rettungsversuch

Frau hyperventiliert

Eine Frau, die hyperventiliert hat, sorgte in der Nacht zu Dienstag für Aufregung - bei dem 22-jährigen Mann, mit dem sie den Abend verbracht hat, bei besorgten Nachbarn und bei der Polizei.

AHAUS

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 02.08.2011, 12:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was genau passiert ist, kann auch der Sprecher der Kreispolizeibehörde, Peter Lefering,  nicht sagen. Noch habe die 22-Jährige selbst keine Aussage gemacht, da sie sich zur Behandlung noch  im Krankenhaus befindet. "Wir gehen aber zur Stunde von einem internistischen Notfall aus", so Polizeisprecher, nichts deute bislang auf eine Straftat hin. Für Nachbarn muss das anders ausgesehen und sich anders angehört haben: Die beiden jungen Leute waren, wie Lefering berichtet, stark alkoholisiert zusammen in der Wohnung auf der Straße Hovesaat.  Zeugen wollen einen lauten Streit zwischen ihnen gehört haben. Fest steht, dass die Frau gegen zwei Uhr begonnen hat zu hyperventilieren. Außenstehende meinten zu sehen, dass der Mann ihr die Mund zugehalten habe, sie gar würgte und nach draußen zerrte. Die Polizei ist geneigt, ihm zu glauben, dass es sich dabei nur um die hilflosen Versuche handelte, sie zu beruhigen, an die frische Luft zu bringen und die Atmung in der Notsituation zu regulieren. Gegen das Hyperventilieren hilft, mehrmals in eine Plastik- oder Papiertüte ein- und auszuatmen. Dadurch gelangt wieder mehr Kohlendioxyd in den Körper. Auch das Ein- und Ausatmen in die hohle und vor den Mund gehaltene Hand kann Abhilfe schaffen. Als die Rettungskräfte in der Nacht vor Ort eintrafen, habe die Frau immer noch hyperventiliert, sagt der Polizeipressesprecher. Auch bei der Einlieferung ins Krankenhaus sei das noch der Fall gewesen. Die Frau werde aber noch in jedem Fall befragt, so Lefering.

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