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Viele Hürden auf dem Weg zum Tiny House in Ahaus

mlzNeue Wohnform

Aktuell gibt es 32 Interessenten, die sich das Wohnen in einem Tiny House in Ahaus vorstellen können. Die Stadt soll sie zusammenbringen. Doch es gibt viele Hürden auf dem Weg zum Traumhaus.

Ahaus

, 12.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Kinder sind aus dem Haus, man selbst wird nicht jünger. 150 Quadratmeter Wohnfläche für zwei ist ein bisschen viel. Warum nicht verkleinern? Warum nicht in ein Tiny House ziehen? Das Problem: eine solche Wohnform gibt es in Ahaus noch nicht. Tiny Houses, das sind sogenannte Klein(st)häuser, mal mobil – ähnlich einem Wohnwagen – mal stationär und fest mit der Erde verbunden. Es gibt sie als 10-Quadratmeter-Häuschen für wenige Tausend Euro und als 80-Quadratmeter-Bungalow für 80.000 Euro.

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In Ahaus hatte die UWG Ende vergangenen Jahres angeregt, Platz für das Leben in solchen Mini-Häusern zu schaffen. Die Verwaltung fragte per Internet ab, ob sich Interessierte das Leben in einem Tiny House in Ahaus vorstellen könnten. „Stand 8. April gab es 32 Interessensbekundungen“, erklärte Stadtplaner Walter Fleige am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung. Allerdings sei eine solche Bekundung nicht verpflichtend und koste nichts.

Anforderungen

Bevor die Interessenten tatsächlich ihr Traum-Tiny-House in Ahaus bauen können, müssen erst einmal die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. „Es gibt für diese Häuser die gleichen Anforderungen wie bei anderen Bauten auch“, erklärte Walter Fleige. Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser und die Zufahrt wurden als Beispiele aufgeführt.

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Es sei möglich, in einem Ahauser Neubaugebiet eine Fläche für diese Art der „reduzierten Wohnform“ zur Verfügung zu stellen. „Das werden aber keine 130-Quadratmeter-Bungalows auf einem 800 Quadratmeter großen Grundstück.“ Fleige nannte als Tiny-House-Wohnfläche den Wert von 60 Quadratmetern. „Ein kleines Haus auf kleinem Grundstück.“

Tiny-House-Siedlung

Andreas Beckers (UWG) sah den Antrag seiner Fraktion verwässert. „Wir haben eine größere Fläche gemeint und könnten uns sogar eine Tiny-House-Siedlung vorstellen, nicht nur eine Fläche von 400 Quadratmetern.“ Dafür gefiel ihm der zuvor in einem von der Verwaltung gezeigten Video angesprochene Aspekt der Nachverdichtung auf Grundstücken. „Das ist ein smarter Gedanke.“

Ludwig Niestegge (SPD) sprach die Stellplatzfrage an. Reinhard Horst (FDP) trieb die Frage um, wo denn die Tiny-House-Besitzer ihre Schubkarren oder Rasenmäher abstellen würden, etwa in Nebengebäuden?

Noch viele Fragen offen

Viele Fragen seien noch offen, bekannte Walter Fleige und sprach von „Pionierarbeit“ in Sachen Tiny Houses. Auf Niestegges Frage antwortete der Stadtplaner, dass die Wohnungsgröße bei der Frage der Anzahl der Parkplätze keine Rolle spiele. „Wohnung gleich Stellplatz“, machte Fleige deutlich.

Hermann Josef Haveloh (WGW) riet der Verwaltung, die hinter den Interessensbekundungen stehenden 32 Personen zusammenzubringen. „Die Verwaltung sollte sie ins Rathaus einladen und sie fragen, was sie für Vorstellungen vom Wohnen haben.“ Das unterstützte der Ausschuss einstimmig als „Gedankenanstoß an die Verwaltung“.

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