Vögel sollen wegen Geflügelpest-Gefahr in die Ställe

Ahauser und Zwillbrocker Venn

Nach dem Nachweis des Vogelgrippe-Virus H5N8 in einem Wildvogel in Mecklenburg-Vorpommern, erhärtet sich der Verdacht, dass Wildvögel Überträger des gefährlichen Geflügelpest-Virus in Hausgeflügelbestände sein könnten. In Ahaus und Vreden sollen Vögel deswegen in zwei Gebieten in die Ställe gebracht werden. Im Ahauser Amtsvenn und im Zwillbrocker Venn.

AHAUS/VREDEN

, 25.11.2014, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geflügel muss ab heute in einigen Regionen NRWs in den Stall. So hat es die Landesregierung entschieden.

Geflügel muss ab heute in einigen Regionen NRWs in den Stall. So hat es die Landesregierung entschieden.

Darin sind das Ahauser Amtsvenn und das Zwillbrocker Venn als Risikogebiete aufgeführt. Vogelhalter scheinen von dieser Meldung jedoch nicht betroffen zu sein. Denn: In den betroffenen Gebieten gibt es - zumindest laut Aussage des Kreises - gar keine Vogelhalter.  In diesen Gebieten haben sich Zugvögel niedergelassen und sie liegen in stark frequentierten Flugzonen von Zugvögeln. Die Stallpflicht für Hausgeflügel gilt für konventionelle Betriebe und Biobetriebe sowie für private Halterinnen und Halter von Hausgeflügel. 

Alle freilaufenden Legehennen, Masthühner und Puten, aber auch Enten und Gänse oder sonstiges Geflügel müssen dann bis auf Weiteres in ihren Ställen bleiben, um einen direkten Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden Das für die Einschätzung von Tierseuchen zuständige Friedrich-Löffler-Institut stützt diese Einschätzung und schätzt das Risiko einer Übertragung durch Wildvögel als hoch ein.

Laut Robert Koch-Institut sind humane Erkrankungen mit dem jetzt in Mecklenburg-Vorpommern identifizierten hochpathogenen aviären Influenzavirus des Subtyps H5N8 bisher nicht beobachtet worden, können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Beim Einsatz adäquater Schutzmaßnahmen sind Übertragungen auf den Menschen jedoch unwahrscheinlich. Auch im Zusammenhang mit bekannten Ausbrüchen beim Geflügel durch mit diesem Virus verwandte Geflügelpestviren in Südkorea, Japan oder China wurden bisher keine humanen Erkrankungen berichtet.

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