Volksbank-Neubau in der Innenstadt: Pläne sind vom Tisch

mlzVolksbank Gronau-Ahaus

Wie es mit der Volksbankfläche in der Fußgängerzone weitergeht, steht wieder in den Sternen. Die Bank hat sich vom Projektentwickler getrennt. Die vorhandenen Pläne sind vom Tisch.

Ahaus

, 08.02.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alles zurück auf Anfang: Die Volksbank Gronau-Ahaus lässt komplett neue Pläne für die Umgestaltung ihrer Immobilie in der Fußgängerzone anfertigen. Stadtplaner Walter Fleige hatte es in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung am Donnerstagabend angedeutet. Der bisherige Planer sei von seinen Aufgaben entbunden worden, erklärte Fleige im Ausschuss.

Volksbank-Neubau in der Innenstadt: Pläne sind vom Tisch

So sahen Pläne für das Wohn- und Geschäftshaus auf dem Areal der Volksbank in der Fußgängerzone aus. © Stadt Ahaus

Das bestätigte am Freitag Frank Overkamp, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Gronau-Ahaus. „Wir lassen eine neue Planung für den alten Standort auflegen.“ Vom bisherigen Projektentwickler habe sich die Volksbank „in beiderseitigem Einvernehmen“ getrennt, sagte Frank Overkamp.

Wohn- und Geschäftshaus

Bislang sahen die Pläne vor, auf der Fläche in der Innenstadt ein neues Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Vor rund drei Jahren wurden Pläne vorgestellt, auf rund 3000 Quadratmetern Verkaufsfläche beispielsweise ein Modegeschäft und eine Drogerie anzusiedeln.

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Doch die Umsetzung ist für die Volksbank schwieriger als erwartet. Schon im November 2018 zeigte sich Frank Overkamp im Gespräch mit unserer Redaktion selbstkritisch: „Wir dachten, dass die Nachfrage nach unserem Grundstück größer ist.“ Fast eineinhalb Jahre später hat sich an dieser Situation nichts geändert. „Es ist schwierig, für das Vorhaben geeignete Mieter zu finden“, sagte der Vorstandsvorsitzende am Freitag.

Anforderungen

Zwar seien die vom Entwickler erarbeiteten Pläne top, „aber die Anforderungen an den Einzelhandel an dieser Stelle sind andere.“ Die vorhandenen Pläne seien vom Tisch.

Wann die Volksbank neue Skizzen für das Areal präsentiert, vermochte Frank Overkamp noch nicht zu sagen. „Wir sind mit einem neuen Projektentwickler im Gespräch, es gibt aber noch keinen Vertrag.“

Wunsch der Volksbank sei es, in diesem Jahr „etwas Neues“ zu präsentieren. Sollte es Spruchreifes zu berichten geben, werde die Volksbank an die Öffentlichkeit gehen. Nicht zuletzt müsse die Parkplatz-Situation mit Blick auf die Tiefgarage Königstraße geklärt werden, sagte Overkamp.

Umbau der Tiefgarage

So ging es am Donnerstagabend im Ausschuss unter anderem um Pläne, die Tiefgaragenzufahrt am Domhof zuzuschütten und die zugeschüttete Fläche an die Fußgängerzone anzubinden. Das dazugewonnene Areal könnte zum Teil dann von der Volksbank für ihr Bauvorhaben genutzt werden.

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Diese aus dem Jahr 2017 stammenden Pläne waren auch Anlass für eine am Donnerstag präsentierte Machbarkeitsstudie, welche Baumaßnahmen an der Tiefgarage durchgeführt werden könnten. Der aktuelle Zustand sei „eine städtebaulich unbefriedigende Situation“, erklärte Walter Fleige.

Neubau an der Parallelstraße

Deutlich zufriedener ist Frank Overkamp mit dem Neubau der Volksbank an der Parallelstraße. Die Betonarbeiten seien fast abgeschlossen, „Ende 2020 wollen wir einziehen.“ Das neue Bankgebäude soll 45 Mitarbeitern Platz bieten und wird rund 8,5 Millionen Euro kosten. Frank Overkamp: „Wir hoffen, dass es nicht teurer wird.“

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