Trotz Nieselregens sind am Dienstagmittag noch etliche Passanten in der Ahauser Innenstadt unterwegs. Ab Mittwoch müssen die meisten Geschäfte schließen. Mit Onlineangeboten und Lieferdienst wollen sich viele Händler gegen die Folgen des Lockdowns stemmen. © Stephan Rape
Coronavirus

Weihnachten: 111 Geschäfte stemmen sich in Ahaus online gegen den Lockdown

Wegen des Lockdowns bleiben ab Mittwoch die meisten Geschäfte in Ahaus und den Ortsteilen geschlossen. Shopping bleibt trotzdem weiter möglich. Online. Diese Geschäfte machen mit.

An diesem Mittwoch ist das Weihnachtsgeschäft schon beendet. Zumindest das vor Ort in den Geschäften in der Fußgängerzone. Wegen des neuen Lockdowns dürfen nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs öffnen. Buchhandlungen, Kauf- und Modehäuser oder Juweliere gehören nicht dazu.

Mit Gutscheinen und Lieferdienst durch den Lockdown

  • Die Liste aller Händler, die in Ahaus und den Ortsteilen Onlinebestellungen und Lieferdienste anbieten, ist auf www.ahaus.app/wlw zusammengestellt.
  • Händler, die sich noch daran beteiligen wollen, können sich direkt an Ahaus Marketing und Touristik, Tel. (02561) 444444, E-Mail: marketing@ahaus.de, wenden.
  • Auf www.ahaus.app/gutschein gibt es außerdem die Ahaus-Gutscheine, die aktuell an 177 Akzeptanzstellen in Ahaus und den Ortsteilen angenommen werden.

Trotzdem haben die Ahauser weiter die Möglichkeit vor Ort einzukaufen. Online oder per Telefon. Ahaus Marketing und Touristik (AMT) hat die Informationen rund um lokale Onlinebestellungen und Lieferdienst aktualisiert und in der Ahaus-App wieder ganz oben positioniert.

„Die Einzelhändler hatten schon danach gefragt, da hatten wir das natürlich längst in Planung“, sagt Claudia Platte, Geschäftsführerin des AMT am Dienstag.

111 Unternehmen sind im Angebot gelistet

Aktuell beteiligen sich 111 Unternehmen aus Ahaus und den Ortsteilen an dem Service. Neben einer großen Bandbreite von Restaurants und Imbiss-Lieferdiensten zählen auch viele Geschäfte dazu. „Die Seite bündelt die Akteure und ermöglicht online so zumindest einen Teil des Weihnachtsgeschäfts“, sagt Claudia Platte. Schon im ersten Lockdown im Frühjahr sei das gut angenommen worden. Natürlich könne das normale Weihnachtsgeschäft so nur zu einem kleinen Teil aufgefangen werden. „Aber es ist zumindest ein Angebot“, sagt sie.

Neben der Lieferung sei zumindest nach der Coronaschutzverordnung auch die Abholung bestellter Artikel in den Geschäften möglich. „Das muss dann aber komplett kontaktlos geschehen“, sagt Claudia Platte.

Online würden zunächst die Informationen zu den teilnehmenden Händlern gebündelt. Auch telefonisch stehe jeder aber für Nachfragen parat, erklärt sie weiter. Auch diese Informationen werden auf der Übersichtsseite zusammengestellt.

Händler können sich jetzt noch beteiligen

Händler, die sich bis jetzt noch nicht an dem Angebot beteiligen, können sich kurzfristig noch beim AMT melden. „Auch wenn unsere Tür geschlossen ist, stehen wir für telefonische Nachfragen natürlich zur Verfügung“, so Claudia Platte. Ihre große Hoffnung: Dass der aktuelle Lockdown tatsächlich nur bis zum 10. Januar dauert.

Die Holzhütten, die in der vergangenen Woche noch in der Innenstadt aufgestellt wurden, sollen erst einmal so stehen bleiben. Und auch nicht verschlossen werden, wie zunächst im Ahauser Rat angedacht war. Auch dort werde aber kontrolliert, dass die Schutzbestimmungen gegen das Coronavirus eingehalten werden.

Wie sie weiter deutlich machte, sollen die Hütten auch bis weit ins neue Jahr stehen bleiben und so vielleicht noch für die ein oder andere Aktion zum Jahresanfang genutzt werden. Je nachdem, was dann unter Coronabedingungen möglich ist.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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