Weniger Straßenraub, mehr Gewalt

Kriminalitätsstatistik

Egal, ob es sich um einen kleinen Ladendiebstahl oder um ein Gewaltverbrechen handelt, die Kreispolizei führt genau Buch und gibt jährlich die Kriminalitätsstatistik heraus. In Ahaus ist die Zahl der Gesamtstraftaten im vergangenen Jahr um 41 Fälle zurückgegangen.

AHAUS

, 16.03.2015, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Aufklärungsquote ist in Ahaus um rund zehn Prozent gestiegen.

Die Aufklärungsquote ist in Ahaus um rund zehn Prozent gestiegen.

Erfreulich sei vor allem der Rückgang bei der Straßenkriminalität, so Polizeisprecher Frank Rentmeister. Hier ist die Zahl der bekanntgewordenen Fälle von 952 (2013) auf 770 zurückgegangen. Anders sieht es allerdings bei den Gewaltdelikten aus. Hier ist die Zahl der Fälle um 74 Prozent auf 87 Fälle (2013: 50) angestiegen, darunter ein Tötungsdelikt.

Auch bei Raub und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist die Zahl der bekanntgewordenen Fälle angestiegen. Hier zählt die Statistik beim Raub 25 Straftaten (12), beziehungsweise 28 Fälle (22) bei den Sexualdelikten. Bei letzgenannten liegt die Aufklärungsquote jedoch bei 96,4 Prozent. "Diese hohe Erfolgsquote liegt daran, dass die Täter oftmals bekannt sind", erläutert Rentmeister. Vor allem bei exhibitionistischen Handlungen sei es oft ein Wiederholungstäter, der bereits bekannt sei.

Körperverletzungen

In etwa gleich geblieben ist die Zahl der Körperverletzungen. Hier ist die Zahl um fünf auf 225 Fälle zurückgegangen. Auch hier liegt die Aufklärungsquote bei knapp 90 Prozent. Weiter konnten 222 Tatverdächtige ermittelt werden.

Die schlechteste Aufklärungsquote liefert die Statistik bei den Fahrraddiebstählen. In 412 Fällen (2013: 484) wurden nur 4,4 Prozent der Diebstähle aufgeklärt. "Die Fahrräder werden oft direkt im Ausland weiterverkauft", erklärt Rentmeister. Oder späpter irgendwo wiedergefunden. "Aber solange wir keinen Tatverdächtigen haben, zählt es nicht zur Aufklärungsquote, selbst wenn der Besitzer sein Fahrrad wieder hat", so der Pressesprecher weiter.

Weniger Einbrüche

Rückläufig war im vergangenen Jahr auch die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle. Hier zählte die Polizei in Ahaus 47 Fälle (68). Auch wenn in den letzten Wochen Wohungseinbrüche gemeldet wurden, sieht Rentmeister im Januar noch keinen Anstieg, im Gegenteil. Waren es im Januar 2014 noch sieben Einbruchdiebstähle, sind es diesen Januar nur zwei. Und weiter: "Wir haben im letzten Jahr unsere Präsenz weiter ausgebaut, waren mit Streifenwagen, aber auch verdeckt, öfters unterwegs." Allerdings könne man in einem so großen Kreis nicht immer überall vor Ort sein.

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