Wer frei schalten und walten konnte, muss sich mit klarer Führung nicht anfreunden können

mlzKommentar

Der ehemalige Sprecher der Markthändler kritisiert massiv das AMT. Lesen Sie dazu den Kommentar.

Ahaus

, 22.08.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Man muss sich einmal genau auf der Zunge zergehen lassen, was der ehemalige Marktsprecher da kritisiert: Bevor Claudia Platte im AMT die Leitung übernommen hat, konnten die Markthändler mehr oder weniger machen, was sie wollten. Das ist jetzt anders. Die Markthändler sind weniger in die Planung des Rahmenprogramms eingebunden als bisher.

Ist das nun – bei objektiver Betrachtung – eine Kritik an der jetzigen Leiterin oder doch eher an ihrem Vorgänger? Ich lasse das mal so unbeantwortet im Raum stehen.

Gleiches Ziel, unterschiedliche Maßstäbe

Fakt ist, dass die Motive von Markthändlern und Ahaus Marketing und Touristik zwar grob in dieselbe Richtung gehen, aber mit ganz unterschiedlichen Maßstäben gemessen werden. Es geht natürlich darum, möglichst viele Menschen in die Innenstadt zu locken.

Für die Markthändler bemisst sich der Erfolg ihres Marktes in erster Linie an den Umsätzen. Klingelt die Kasse, sind die Händler zufrieden. Ihnen kann es relativ egal sein, welches Programm links oder rechts der Stände aufgebaut wird. Dass sie neben ihrer Haupttätigkeit nicht viel Zeit für Werbung und Aktionen haben, ist nur verständlich. Dass sie in erster Linie an die eigene Kasse denken, wohl genauso.

Gesamtkonzept muss stimmen

Für Claudia Platte und ihr Team geht es darum, das ganze Jahr ein Programm auf die Beine zu stellen, dass die ganze Stadt attraktiv hält. Der Markt ist dabei nur ein Puzzlesteinchen. Das Programm drumherum, muss in ein Gesamtkonzept passen. Und da wird dann im Zweifel eben ein Kinderflohmarkt um ein paar Tage verschoben.

Dass das einem Markt-Sprecher, der Jahre zuvor frei schalten und walten konnte, nicht unbedingt schmeckt, kann man verstehen und auch einfach so hinnehmen.

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