Die britische Corona-Mutation gilt nicht als gefährlicher, dafür als deutlich ansteckender. © dpa
Corona-Mutation

Werden im Kreis Borken Corona-Abstriche auch auf Mutation untersucht?

Ein Pilotprojekt startet in Nordrhein-Westfalen: Positive Corona-Abstriche sollen auch auf Virusmutationen getestet werden. Im Kreis Borken wird das bislang nur bei besonderen Hinweisen veranlasst.

In Nordrhein-Westfalen ist ein Projekt gestartet, das die Verbreitung von Corona-Mutationen im Land erfassen soll. Bisher sei weitgehend unklar, wie weit sich Virusmutationen in NRW verbreitet hätten.

Die Mutationen des Corona-Virus sind meist ansteckender als der bisher verbreitete Stamm. Besonders die Mutante aus Großbritannien verbreitet vielerorts Sorge. Bislang sind in NRW elf Fälle mit einer Infektion der britischen Virusvariante bekannt.

Kreis Borken untersucht Corona-Abstriche noch nicht auf Mutationen

Im Kreis Borken wurden die Corona-Abstriche bisher noch nicht auf eine Virusmutation hin untersucht. „Es hat noch keinen Anlass gegeben“, sagt Pressesprecher Karlheinz Gördes. Trotzdem sei man im Gesundheitsamt auf dieses Thema sensibilisiert.

„Wenn es Hinweise gibt, dann werden wir die Testung auf eine Mutation veranlassen“, sagt er. Solche Hinweise können beispielsweise positive Tests nach Auslandsaufenthalten sein oder sogenannte Infektionsherde – also da, wo in kurzer Zeit besonders viele Corona-Infektionen auftreten.

Die Testung auf eine Corona-Mutation ist deutlich zeitintensiver. „Der Abstrich muss in ein Speziallabor. Das dauert eine gewisse Zeit, bis es ausgewertet wurde“, sagt Karlheinz Gördes. „Das ist nicht vergleichbar mit einer normalen PCR-Testung, bei der man am nächsten Tag das Ergebnis erwarten kann.“

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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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Anne Schiebener

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