Westnetz verstärkt Leitungen für mehr regenerative Energie in der Region

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Emsig werden aktuell Leitungsarbeiten an der Umspannanlage in Ahaus vorgenommen. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz investiert rund 800.000 Euro in die Versorgungssicherheit in der Region.

Ahaus

, 13.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bürgerwindpark Heek-Ahle Dannenkamp wächst, vor drei Jahren wurden dort noch drei große Anlagen in Betrieb genommen. Über 6000 Haushalte können dadurch versorgt werden. Der Strom wird zum Umspannwerk Ahaus an der Rotdornstraße geliefert und von dort ins Netz eingespeist. Auch deshalb wird das Leitungsnetz in der Umgebung aktuell verstärkt.

Derzeit laufen die Arbeiten an der Umspannanlage Ahaus auf Hochtouren, schwere Leitungsrollen und Baumaschinen zeugen davon. Im Auftrag des Verteilnetzbetreibers Westnetz GmbH entstehen dort drei neue Leitungsverbindungen. Entlang der Rotdornstraße bis zur alten B70 und von dort aus parallel zur L573 in Richtung Heek werden die neuen 10 kV-Kabel in die Erde gelegt.

Reaktion auf verstärkte Auslastung

„Wir reagieren damit auf die verstärkte Auslastung und wollen künftige Überlastungen vermeiden“, erklärt Michael Berkemeier, Abteilung Kommunikation/Marketing bei Westnetz, auf Nachfrage. Mit den drei neuen, rund 3.500 Meter langen Verbindungen wird das Unternehmen dem regionalen Zubau von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie gerecht. Nach Fertigstellung ist die Einspeisung, beispielsweise von in der Region erzeugter Windenergie, ins Stromnetz gesichert.

Martin Enning (l.), Projektplaner bei Westnetz, und Andreas Gausling, Monteur im Netzbetrieb, zeigen die drei Leitungen, die in der Erde verlegt werden. Da die Leitungen unterirdisch gezogen werden, ist es nur an einigen Stellen nötig, die Erde aufzureißen.

Martin Enning (l.), Projektplaner bei Westnetz, und Andreas Gausling, Monteur im Netzbetrieb, zeigen die drei Leitungen, die in der Erde verlegt werden. Da die Leitungen unterirdisch gezogen werden, ist es nur an einigen Stellen nötig, die Erde aufzureißen. © Westnetz

Westnetz investiert insgesamt durch diese Maßnahmen rund 800.000 Euro in die Versorgungssicherheit in der Region. Mit dem Leitungsbau hat die Westnetz die Firma Albers Energiebau GmbH aus dem benachbarten Ochtrup beauftragt.

Abschluss bis spätestens Anfang Oktober

Die Arbeiten werden bis etwa Ende September oder Anfang Oktober abgeschlossen sein. „Und dieser Termin sollte auch eingehalten werden können“, blickt Berkemeier voraus. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner würden so gering wie möglich gehalten. Da die Leitungen unterirdisch gezogen würden, sei es nur an einigen Stellen nötig, die Erde aufzureißen.

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„Dabei kann es hier und da mal zu temporären Sperrungen kommen“, so Berkemeier. Mittels Horizontalbohrungen würden die Leitungen ansonsten quasi „durchgeschossen“, überwiegend liefen die Arbeiten neben der Straße ab.

Insgesamt auf rund 800.000 Euro beläuft sich die Gesamtinvestition.

Insgesamt auf rund 800.000 Euro beläuft sich die Gesamtinvestition. © Westnetz

Geplant wurde die neue Versorgungsleitung am Westnetz-Betriebsstandort in Metelen. In der gesamten Region Ems-Vechte verantwortet Westnetz die Planung, den Bau, die Instandhaltung und den Betrieb von 12.400 Kilometern Strom-, 2.500 Kilometern Gas- und 170 Kilometern Wassernetz. Insgesamt 130 Mitarbeiter sorgen in der Region für eine zuverlässige Energieversorgung.

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