"Ahaus leuchtet auf" – hier ein Archivbild der letzten Ausgabe vor der Corona-Pandemie – soll den Winterzauber 2021 in Ahaus einläuten. Im Konzept gibt es einige Änderungen. Auch der Wochenmarkt soll vor Weihnachten einen neuen Standort bekommen. © Kippic
Erste Ideen vorgestellt

Winterzauber geht mit neuem Konzept an den Start – Wochenmarkt weicht aus

Um die Hütten in der vorweihnachtlichen Innenstadt zu bewirten, wird beim Winterzauber einiges hin- und hergeschoben. Die Aktionen sollen sich in diesem Jahr bis auf die Wallstraße erstrecken.

Auch wenn Spekulatius und Co. schon in den Supermarktregalen stehen, dauert es bis zur Weihnachtszeit noch ein paar Wochen. Trotzdem gewährte Katrin Damme, kommissarische Geschäftsführerin von Ahaus Marketing und Touristik, schon einen ersten Blick auf den anstehenden Winterzauber. Bei dem ändert sich vor allem räumlich einiges.

Der Goldene Hirsch zieht zum Mahner um, die Reifen-Rodelbahn und der Wochenmarkt weichen auf die Wallstraße aus, die Eisbahn bleibt allerdings an ihrem angestammten Platz vor dem Rathaus. Ebenfalls am Mahner wird erstmals ein Alpenexpress aufgebaut, eine kleine Eisenbahn mit Winterlandschaft für Kinder. Das sei selbstverständlich mit der Kirchengemeinde schon besprochen und werde auch noch weiter abgestimmt, damit es beispielsweise während der Gottesdienste keine Störungen gebe. Auch die Hütten sollen in der Innenstadt wieder aufgebaut werden – samt Gastrokonzept.

Goldener Hirsch soll Hütten in der Innenstadt bedienen

Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt Katrin Damme die Hintergründe: Im Kern steht demnach die gastronomische Versorgung der Winterhütten in der ganzen Fußgängerzone. Die soll erst einmal zentral vom Goldenen Hirschen abgewickelt werden. Weitere Gastronomiebetriebe sollen sich einklinken können. „So weit sind wir aber noch nicht“, sagt Katrin Damme. Gleichzeitig gebe es in den Hütten natürlich keinen Zwang etwas zu bestellen. Es sei nur ein Angebot. „Wer sich von zuhause etwas mitbringen möchte, kann auch das tun“, sagt sie.

Die gastronomische Grundversorgung sei aber eben einfach besser vom Marktplatz aus zu gewährleisten. Deswegen der Umzug des Goldenen Hirschen. Gleichzeitig sei die Rodelbahn in den Vorjahren ja schon mehrfach umgezogen. „Einen richtig festen Platz hatte sie noch nicht“, ergänzt Katrin Damme. Sie soll also auf der Wallstraße aufgebaut werden. Dort wird sie etwa zehn Tage auf den Parkflächen direkt an der Schlossstraße stehen.

Wochenmarkt weicht vor Weihnachten zur Wallstraße aus

Dorthin soll in der Vorweihnachtszeit auch der Wochenmarkt ausweichen. „Nicht, weil wir ihn abschieben wollen. Unser Wochenmarkt ist sensationell“, betont Katrin Damme schnell. Aber die Hütten sollen die Innenstadt in der Vorweihnachtszeit eben an sieben Tagen in der Woche und nicht nur an den beiden Markttagen bespielen. Auch solle die Wallstraße weiter in den Fokus der Bevölkerung gerückt werden. „Das hat ja am vergangenen Wochenende schon super geklappt“, erklärt Katrin Damme, die gleichzeitig auch Wirtschaftsförderin der Stadt ist.

Auch wolle man es den Markthändlern an ihrem Übergangsstandort „schön machen“. Eben durch die Reifenrutsche, die zusätzliches Publikum anziehen soll, ein Kinderkarussell und weitere Attraktionen. Dabei sollen die Marktstände auch nicht weit verteilt stehen, sondern als kompakter Markt aufgestellt werden. Der letzte Schliff fehle dem Konzept aber noch. Auch wie lange genau die Markthändler ihre Buden auf der Wallstraße aufstellen, ist im Moment noch offen. Und natürlich stehe über allem, die jeweils geltende Corona-Schutzverordnung.

Einige Parkplätze an der Wallstraße werden wegfallen

Die Planung auf der Wallstraße geht natürlich zu Lasten der Parkplätze. „Es ist aber immer schön, den Menschen zu zeigen, dass man mit den Flächen an der Wallstraße mehr anfangen kann, als dort Autos zu parken“, hatte sie in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Digitalisierung und Energie erklärt. Auch deswegen habe diese Idee nahe gelegen. Im Gespräch ergänzt sie, dass die Autofahrer sicherlich andere Parkflächen finden würden. Schließlich sei auch am vergangenen Wochende der Verkehr nicht zusammengebrochen. Wegen der Kirmes und dem Aktionstag auf der Wallstraße waren auch da etliche Parkflächen in der Innenstadt dauerhaft belegt.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Vorweihnachtszeit gibt wieder die Aktion „Ahaus leuchtet auf“ am 19. November. Dann wird schon traditionell die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Hütten, Dekoration und der weitere Aufbau sollen dann in den Tagen danach folgen. Am 5. Dezember – dort finden der Nikolausumzug und die Aktion „Ahaus singt“ statt, außerdem öffnen die Geschäfte – soll dann auch der Goldene Hirsch öffnen.

Fanfaren, Flammen, Feuerwerk bleibt bei bisherigem Konzept

Zuvor steht mit dem Mantelsonntag und Fanfaren, Flammen, Feuerwerk am 17. Oktober der nächste verkaufsoffene Sonntag in der Ahauser Innenstadt an. Dabei soll sich in diesem Jahr vieles noch nicht ändern. „Herbstmarkt, Walking und Musik Acts, Kinderbelustigung und Deko mit Strohballen und Kürbissen“, fasste Katrin Damme zusammen.

Feuerwerk über dem Ahauser Schloss: Fanfaren, Flammen, Feuerwerk ist für den 17. Oktober geplant. Am Konzept ändert sich in diesem Jahr nichts.
Feuerwerk über dem Ahauser Schloss: Fanfaren, Flammen, Feuerwerk ist für den 17. Oktober geplant. Am Konzept ändert sich in diesem Jahr nichts. © Kippic © Kippic

Abends soll gegen 20 Uhr dann das große Feuerwerk am Schloss abgebrannt werden. Dafür müsse der Sümmermannplatz abgesperrt und der Zugang kontrolliert werden. Bis zu 2500 Menschen dürften dort dann dabei sein. Vorausgesetzt, die Corona-Schutzverordnung ändert sich bis dahin nicht noch.

Verlegung in den Schlossgarten noch nicht denkbar – wegen Verdi

Der Vorschlag das Feuerwerk doch einfach auf die andere Seite des Schlosses zu verlegen, damit sich das Publikum im kompletten Schlossgarten verteilen kann, erteilte der Beigeordnete erst einmal eine Absage: „Wir haben ja nicht nur mit Corona, sondern auch mit Verdi zu tun“, betonte der Erste Beigeordnete Hans-Georg Althoff. Und die Gewerkschaft drohe mit Klagen gegen einen verkaufsoffenen Sonntag falls sich die eigentliche Veranstaltung, die für die Öffnung am Sonntag unbedingt nötig ist, nicht auf die Fußgängerzone konzentriere. Das wolle man nicht riskieren.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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