Viel zu lange wirtschaftliche Interessen in den Fokus gerückt

mlzKommentar

Die Grünen möchten ein Wäldchen schützen, das laut Bebauungsplan abgeholzt werden kann. Dazu ein Kommentar von unserem Redakteur Christian Bödding.

Ahaus

, 12.09.2019, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ratsmitglied Klaus Lambers fasste es am Dienstag treffend zusammen: „Ein typisches Beispiel. Wir sind zu spät.“

Ich würde sogar sagen, deutlich zu spät. Die Diskussion um fehlende Grünflächen, um den Schutz und Erhalt von Bäumen, um das Anlegen von Kompensationsflächen hätte in dieser Ausführlichkeit schon vor vielen Jahren geführt werden müssen. Das zeigen nicht zuletzt die erheblichen, jahrelangen Defizite bei der Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen.

Symbolpolitik

Da musste erst ein Ahauser Privatmann kommen, in monatelanger Kleinarbeit Bebauungspläne unter die Lupe nehmen und auch die übergeordneten Behörden auf die Missstände in Ahaus hinweisen.

Den Grünen geht es aktuell um gut 30 Bäume an der Boschstraße. Das ist gut gemeinte Symbolpolitik, um die in der Vergangenheit bei der Aufstellung von Bebauungsplänen gemachten Fehler zu revidieren.

Natur- und Umweltschutz vernachlässigt

Doch es geht um viel mehr, um ein Umdenken. Viel zu lange sind wirtschaftliche Interessen in den Fokus gerückt und Natur- und Umweltschutz vernachlässigt worden. Damit muss Schluss sein. Christian Bödding

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