Wirtschaftsförderung in Ahaus: Ein Job mit Schleudersitzgefahr

mlzKommentar

Wirtschaftsförderin Ilka Pricker gibt ihren Job in Ahaus auf. Ende September verlässt sie nach 16 Monaten die Verwaltung. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Redakteur Christian Bödding.

Ahaus

, 18.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon wieder! Ja, schon wieder muss sich die Stadt Ahaus einen neuen Wirtschaftsförderer oder eine neue Wirtschaftsförderin suchen. Ilka Pricker wirft Ende September 2020 die Brocken hin – dann war sie 16 Monate im Amt.

„Die Wirtschaftsförderung in Ahaus läuft fast gar nicht.“ Das ist kein aktuelles Zitat aus dem Wirtschaftsausschuss, das sagte Ruth Marx vom Ahaus e.V. schon im Oktober 2018 in dem Gremium.

Versetzung des Vorgängers

Damals ging es um die Arbeit des Pricker-Vorgängers Stefan Hilbring, dessen großes Aufgabengebiet und Hilbrings Versetzung ins Team „Presse und Öffentlichkeitsarbeit“ der Verwaltung. Trotz der Umschichtungen des Arbeitsaufwandes und einem stellenmäßigen Neuzuschnitt, viel scheint sich seitdem nicht geändert zu haben.

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Der Weggang von Ilka Pricker nach relativ kurzer Zeit lässt viel Raum für Spekulationen. Hat sich die Prozessingenieurin die Arbeit anders vorgestellt? Waren die an sie gestellten Erwartungen andere? Oder stimmte einfach die Chemie nicht? Offiziell ist von „neuen Chancen“ die Rede.

Herkulesaufgabe

Die Ahauser Wirtschaft bei Laune zu halten, das war schon vor Corona für eine einzelne Verwaltungsfachkraft eine Herkulesaufgabe. Es ist seit Beginn der Coronakrise nicht einfacher geworden. Die Stadt muss aufpassen, dass der Wirtschaftsförderungsposten nicht dauerhaft zum Schleudersitz wird.

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