Zielort für 152 AVR-Castoren weiter offen

Ahaus, Jülich oder USA

Jülich? Ahaus? Oder doch in die USA? Die Frage, wohin mit den 152 Castorbehältern aus dem Forschungszentrum Jülich ist weiterhin offen. Am kommenden Mittwoch könnte neue Bewegung in diese Angelegenheit kommen.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 12.11.2012, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick auf die 152 AVR-Castoren, die in Jülich auf ihre weitere Bestimmung warten.

Blick auf die 152 AVR-Castoren, die in Jülich auf ihre weitere Bestimmung warten.

 Zur Historie: 2009 sah das Forschungszentrum die Verlagerung der AVR-Castorbehälter nach Ahaus bis Mitte 2013 noch als einzige Option, da ein Verbleib des Atommülls in Jülich genehmigungsrechtlich nicht möglich sei. Die seit 2010 in Düsseldorf regierende rot-grüne Koalition lehnt einen Transport nach Ahaus ab. 2011 beschloss auch der Ahauser Rat einstimmig eine Resolution gegen die Transporte nach Ahaus.Im Frühjahr 2012 entschied der Aufsichtsrat des Forschungszentrums, die Option des Neubaus eines Zwischenlagers in Jülich alternativ zu verfolgen. Seit Sommer 2012 kam als dritte Option ein Rücktransport der Brennelemente in die USA hinzu.  

 In dieser Frage steht die Bundesregierung derzeit mit den Regierungsbehörden der USA im Gespräch. „Die Landesregierung begrüßt und unterstützt diese Initiative“, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage.Atomkraftgegner sehen einen Transport in die USA skeptisch. Auch dort gebe es kein Endlager. Eine reine Verschiebung der Atommüllproblematik wäre unverantwortlich“, erklärte gestern Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). 

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