Müll gehört in den Mülleimer und nicht daneben. Sigrid Brandt plädiert dafür, dass Eltern Kindern ein gutes Vorbild sind und zeigen, wie es richtig geht – damit alle etwas davon haben. (Symbolfoto) © dpa
Alltagskolumne

Dreiste Müllsünder – dabei sollten Eltern ein Vorbild sein

Sigrid Brandt ist Aufräumcoach und Psycho-Entrümplerin. In ihrer Kolumne gibt sie Familien praktische Alltagstipps. Dieses Mal sind es Tipps, um die Umwelt sauber zu halten.

Geht’s noch?

Sie gehen irgendwo nett spazieren oder zum Einkaufen und Sie sehen: Müll. Irgendwo liegen immer Zigarettenkippen, Kronkorken, Hundekot, Plastiktüten, Masken, Flaschen und Dosen, ob mit oder ohne Pfand. Ja, es gibt Menschen, die werfen sogar bares Geld auf die Straße oder Autobahnabfahrten.

Unfassbar, oder? Das ist für mich falsch verstandenes Entrümpeln! Das ist achtloses, a-soziales Verhalten. Rücksichtslos, frech und gleichgültig uns allen gegenüber. Schlechtes Gewissen? Keine Spur!

Und Sie merken: Es ärgert mich! Total! Dass es manche Menschen nicht schaffen, Ihren eigenen Dreck ordentlich zu entsorgen. Ja, auch mal etwas länger unterwegs mit sich zu schleppen.

Schluss mit den Ego-Trips auf Kosten der Allgemeinheit!

Die Stadt bemüht sich, es uns schöner zu gestalten, legen zum Beispiel in Rünthe-Ost neue Straßen und barrierefreie Fuß-Rad-Wege an. Und was passiert? Nach kürzester Zeit war schon einiges wieder verdreckt.

Fast täglich sammele ich um mein Grundstück herum die Abfälle fremder Menschen auf und werfe sie in einen unserer inzwischen drei städtischen Mülleimer. Und ich danke dem Bauhof sehr dafür, dass er sie regelmäßig leert.

Es ist eine Herzensangelegenheit von mir, für eine saubere Umwelt, ein schönes Umfeld und ein gutes, soziales Miteinander zu sorgen und nicht die Ignoranz und Respektlosigkeit einiger Mitmenschen weiter hinzunehmen.

Sigrid Brandt plädiert dafür, Struktur in den Alltag zu bringen.

Die Stadt Bergkamen stellt zusätzliche Bauhofkräfte fürs Aufräumen ein – leider scheiterte der Antrag auf kostenlose Sperrmüll-Abfuhr, um den Müll, ja ganze Badrenovierungen wie vor einigen Monaten im Wald gesehen, ordnungsgemäß entsorgen zu können.

Unfassbar, oder? Dass so etwas geschient, einige Mitbürger nicht in der Lage sind, dies selbst zu tun. Und da ist es völlig egal, welches Geschlecht, Alter oder welche Nationalität dahintersteckt. Ich finde es furchtbar und bin immer wieder fassungslos.

Einfache Tipps für eine saubere Umwelt

Früher bin ich von meinen Eltern und Großeltern dazu angehalten, ja erzogen worden, meinen Müll immer ordentlich zu entsorgen, alles bis zum nächsten Mülleimer oder Papierkorb mitzunehmen, damit nichts rumfliegt und niemanden stört. Den Motor sofort auszustellen, sobald man parkt. Wir denken da auch an Klimaschutz.

Wenn ich dann die Menschen anspreche, werde ich schon mal angepampt. Manche aber sind dankbar für den Hinweis, da sie einfach in Gedanken oder bei der Arbeit waren oder tatsächlich „etwas verloren haben“. Dann freue ich mich, dass ich so mutig war und mich getraut habe, etwas zu sagen, anstatt mich „nur“ zu ärgern.

Denn es könnte so einfach sein, gemeinsam mit der ganzen Familie für eine saubere Umwelt zu sorgen:

  • Seien Sie Vorbild.
  • Loben Sie Ihre Kinder.
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
  • Nehmen Sie Ihren Abfall mit bis zum nächsten Mülleimer.
  • Sprechen Sie Ihre Mitmenschen, Nachbarn an.
  • Oder auch die Stadt, wenn Mülleimer oder auch Kotbeutel-Halter fehlen.

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  • Unterrichtsinhalte in der Schule schaffen ebenfalls Bewusstsein.
  • Durch Ordnungshüter freundliche Hinweise verteilen.
  • Wir gehen nie leer, sondern nehmen immer etwas mit (So entrümpeln wir Haus, Straßen, Wald…).
  • Sammeln auch Sie täglich ein Stück Müll wieder auf.
  • Loben Sie sich und andere für richtiges Verhalten.
  • Sorgen wir alle gut füreinander!

Sigrid Brandt ist Aufräumcoach und Psycho-Entrümplerin in Bergkamen-Rünthe seit 2005. Als gelernte Dipl.-Sozialarbeiterin mit div. Zusatzausbildungen, Erzieherin und Mutter hilft sie Familien, Ordnung in den eigenen vier Wänden, der Seele und dem Körper zu bekommen – und zu halten. Sie bietet Einzel-Coachings, Kurse und Hausbesuche an. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind: Lebensberatung, Familien- und Paartherapie, Berufscoaching. Infos zu ihrem Angebot gibt es unter www.sbbrandt.de oder unter Tel. (02389) 533342.

© Stefan Milk © Stefan Milk

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