Die alte Lippebrücke ist komplett abgerissen. Jetzt beginnt der Bau der Widerlager für die neue Brücke. © Stefan Milk
Brückenbau

Ende Juni wird die Lippebrücke verschoben und noch einmal komplett gesperrt

Der Bau der neuen Lippebrücke geht in die letzte Phase. Der Bau der Widerlager hat begonnen, damit die Überquerung in ihre endgültige Position verschoben werden kann. Nicht nur dafür sind Sperrungen notwendig.

Die beiden Bomben, die beim Abriss der alten Lippebrücke gefunden wurden, haben es nicht geschafft, die Brücke am Ende des Zweiten Weltkriegs zu zerstören – und auch als Blindgänger halten sie den Bau ihrer Nachfolgerin nur unwesentlich auf. Auf nur etwa zwei Tage schätzt eine Sprecherin des Landesbetriebs Straßen NRW die Verzögerung durch die beiden Blindgängerfunde auf dem Grund der Lippe. Sie lagen in der Baggerschaufel, als der Mittelpfeiler abgerissen wurde. „Wir liegen noch voll im Zeitplan“, sagte sie.

Bohrpfähle sollen Widerlager sicher verankern

Der sieht vor, dass jetzt die Vorbereitungen für den Bau der beiden Widerlager beginnen sollen, auf denen die neue Lippeüberquerung ruhen soll. Bevor sie gebaut werden, müssen Vorbereitungen getroffen werden, dass sie fest am Flussufer verankert werden.

Auf beiden Seiten der Lippe sollen Bohrpfähle aus Beton eingelassen werden, auf denen die Widerlager gebaut werden. Vor dem Beginn der Arbeiten sondiert der Kampfmittelräumdienst noch einmal das Gelände, um weitere böse Überraschungen zu vermeiden.

Noch muss der Verkehr eine Kurve nehmen, um auf die Brücke zu kommen. Wenn sie ihre endgültige Position eingenommen hat, fließt er wieder geradeaus. © Stefan Milk © Stefan Milk

Der Landesbetrieb geht davon aus, dass die Widerlager bis Juni fertig sind. Dann soll die neue Brücke, die bisher noch als Behelfsbrücke auf provisorischen Widerlagern neben ihrem endgültigen Standort über den Fluss führt, auf ihren endgültigen Standort verschoben werden. Dafür muss die Verbindung zwischen Bergkamen und Werne noch einmal komplett gesperrt werden. „Wir müssten dabei aber mit einem Wochenende auskommen“, sagte die Sprecherin.

Es sind noch weitere kurze Vollsperrungen notwendig

Das ist allerdings nicht die letzte Vollsperrung, die notwendig ist. Weitere Sperrungen könnten zum Beispiel notwendig werden, wenn Fahrbahn auch im Bereich der Widerlager aufgebracht wird, um die Fahrbahn auf der Brücke und die Straße ohne breitere Fuge zu verbinden. Dafür gebe es aber noch keinen Zeitplan, teilte Straßen NRW mit. Auch diese Sperrungen sollen kurz sein.

Die neue Brücke liegt auf provisorischen Widerlagern auf. Sie werden abgerissen, wenn sie ihre endgültige Position hat. © Stefan Milk © Stefan Milk

Auch danach sind noch einige Arbeiten an der neuen Brücke notwendig. Es müssen zum Beispiel noch Geländer am Fußweg angebracht werden und die Fahrbahnen auf der Brücke markiert werden.

Die neue Brücke ist breiter als die alte, um die Linksabbiegerspur aus Richtung Werne in Richtung Ostenhellweg zu verlängern. Die Spur war bisher zu kurz, sodass es auch zu Rückstaus bei den Fahrzeugen kam, die geradeaus in Richtung Bergkamen unterwegs waren. Straßen NRW geht davon aus, dass alle Arbeiten einschließlich der Renaturierung der Flussufer bis Ende des Jahres beendet sind.

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Redaktion Bergkamen
Geboren 1960 im Münsterland. Nach dem Raumplanungsstudium gleich in den Journalismus. Mag Laufen, Lesen, Fußball und den BVB ganz besonders. An den Bergkamenern liebt er ihre Offenheit. Die Stadt ist spannend, weil sie sich im Strukturwandel ganz neu erfinden muss und sich viel mehr ändert als in anderen Städten.
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Michael Dörlemann

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