Aussprache soll Früchte tragen - Roch vor Debüt

BVB gegen Oldenburg

DORTMUND Ein Gewitter bereinigt die Luft – das am Montag über der Trainingshalle der BVB-Frauen soll auch dafür sorgen, dass sich alle im Klaren darüber sind, welche Anforderungen und Grundvoraussetzungen die Bundesliga an die Spielerinnen stellt.

von Von Dirk Krampe

, 08.10.2009, 17:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Torfrau  Isabell Roch hielt stark.

BVB-Torfrau Isabell Roch hielt stark.

Der BVB krankt vor allem an seiner hohen Fehlerquote – in Blomberg führten zehn Fehlabspiele in der ersten Viertelstunde geradewegs ins Chaos. „Mit einer Angriffs-Effektivität um die 30 Prozent“, sagt Wilke, „gewinnst du in keiner Liga ein Spiel.“ Das Spiel zeigte auch, wie wackelig das Gebilde Borussia Dortmund in dieser Saison ist – Aussetzer von Leistungsträgerinnen kann die Mannschaft nicht verkraften. Wer vorne nicht trifft, der sollte hinten gut gestaffelt stehen – also hat der Trainer vor dem Spiel gegen einen Meisterschafts-Geheimtipp vor allem Abwehrarbeit trainieren lassen. Die „hohe Intensität“ (Wilke) ging nicht ohne Blessuren ab – die junge Torfrau Helen Trodler knickte ebenso um wie Linksaußen Julia Kunze. Während Kunze wohl ohne schlimmere Blessur davon kam, fällt Trodler mit einem Bänderriss bis zu sechs Wochen aus – zu allem Überfluss meldete sich am Mittwoch auch noch die Nummer 1 Inge Roelofs (eitrige Mandelentzündung) krank. Ihr Einsatz steht auf wackeligen Füßen.

So schlägt am Samstag gegen Oldenburg wohl die Stunde von Neuzugang Isabell Roch. Mit ihr hat Wilke intensiv gesprochen, „sie hat erkannt, dass sie sich reinhängen muss, um ihre Chance zu bekommen.“ Der stark besetzte Oldenburger Rückraum mit Sabrina Neundorf, Julia Wenzl und Angie Geschke wird dafür sorgen, dass sich Roch im Tor über Mangel an Arbeit nicht beklagen muss. 

Lesen Sie jetzt