Borussia Dortmund erkämpft sich einen Punkt im Derby gegen Leverkusen

BVB-Handball-Frauen

Trotz akuter Personalsorgen erkämpfen sich die BVB-Handballerinnen ein 27:27-Remis gegen Bayer Leverkusen. Trainer und Team fällt schwer, das Ergebnis einzuordnen,

Dortmund

, 22.02.2019, 23:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hildigunnur Einarsdottir traf zum 27:27-Endstand

Hildigunnur Einarsdottir traf zum 27:27-Endstand © Peter Ludewig

Die Bundesliga-Handballerinnen von Borussia Dortmund haben im Kampf um eine erneute Qualifikation für den EHF-Pokal einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Am Freitagabend trennte sich die Mannschaft von Trainer Gino Smits in einem hart umkämpften Westderby gegen Bayer Leverkusen mit 27:27 (18:19) und ist Vierter.

So ganz darüber im Klaren, ob er denn nun zufrieden sein sollte mit dem gewonnen Punkt, oder doch eher unzufrieden mit dem verlorenen, war sich Smits nach der Partie nicht. „Wenn man sich das ganze Spiel anschaut, geht das Ergebnis sicherlich in Ordnung. Zumal Leverkusen kurz vor Schluss die Chance auf den Sieg hatte. Daher bin ich zufrieden mit dem Punkt, aber nicht mit der Leistung über 60 Minuten.“

BVB-Torhüterin Clara Woltering ging es ähnlich. Aufgrund des Spielverlaufs sei das Remis „schon okay“, sagte sie. „Aber wir spielen zu Hause, da will man natürlich gewinnen“. Und so war es letztlich eine Mischung aus Erleichterung und Enttäuschung, die sich durch die Gesichter der Dortmunder Spielerinnen zog. Aus sichtlich erschöpften Gesichtern. „Die Mädels sind einfach kaputt, wir müssen fast durchgehend mit denselben Spielerinnen spielen und haben kaum noch Alternativen“, sagte Woltering. „Am Ende sind wir dann stehend ko.“

Caro Müller erleidet Bänderriss

Der BVB ging wie schon in den vergangenen Wochen ersatzgeschwächt in die Partie. Jüngster Ausfall in der langen Verletztenliste ist Caro Müller. Die 25-Jährige zog sich im Training einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu. „Ich hoffe, in etwa drei Wochen wieder aufs Feld zurückkehren zu können“, sagte Müller. Gegen die Tabellensechsten nahmen so lediglich fünf Feldspielerinnen Platz auf der Reservebank, darunter in Lena Hausherr und Carlota Fege zwei Talente.

Nach einer knappen Viertelstunde (7:7) dann der nächste Schock. Dana Bleckmann humpelte nach einem Zusammenprall in Richtung BVB-Bank und kehrte, den Oberschenkel dick bandagiert, nur noch für wenige Minuten zurück. Smits wollte kein Risiko gehen und ließ die 17-Jährige auf der Bank. Bleckmann hätte „bei so einem Spielstand gerne weiter gemacht, aber wenn der Trainer es so entscheidet, akzeptiere ich das natürlich“.

Leverkusens Jennifer Rode überragt

Trotz des nächsten Ausfalls ging der BVB nach 17 Minuten durch Treffer von Alina Grijseels (3) und Harma van Kreij (2) mit 12:9 in Führung. Doch die Gäste konterten. Angeführt von Jennifer Rode (10 Tore) glich Bayer zunächst in der 21. Minute aus (13:13) und ging mit einer 19:18 -Führung in die Pause.

Beim BVB ließen Kräfte und Konzentration in der Folge sichtlich nach, immer wieder schlichen sich technische Fehler ins Offensivspiel ein. Und so baute Leverkusen seinen Vorsprung auf vier Tore aus (26:22/47.). Doch das Team von Smits kämpfte sich noch einmal zurück, und als Hildigunnur Einarsdottir zum 27:27 ausglich, stand am Ende der verdiente Punktgewinn.

BVB: Woltering, Duijndam, ten Holte - Grijseels (7/1), A. Müller (4), Stockschläder (1), Einnarsdottir (4), Kockel (1), van Kreij (3), Huber (1), Fujita (5), Bleckmann (1), Fege, Hausherr
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