Handball-Bundesliga

Borussia Dortmund fegt durch die Bundesliga und kommt dem Ziel ein kleines Stück näher

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund haben ihr nächstes Statement gesetzt. Die Pflichtaufgabe am Mittwochabend wurde mehr als deutlich gewonnen, dem Ziel kommt der Klub deutlich näher.
Einen mehr als deutlichen Sieg holten die BVB-Handballerinnen um Merel Freriks am Mittwochabend. © Ludewig

Eine stoische Ruhe zeichnete André Fuhr am Mittwochabend in der Wellinghofener Sporthalle aus. Ab und an dirigierte der BVB-Coach der Handballerinnen, gab Applaus bei gelungenen Aktionen, ergriff mit mahnendem Ton auch mal das Wort an die Schiedsrichter bei Schrittfehlern der Gegner aus Niedersachsen, mal akzeptiert, mal abgepfiffen vom Gespann.

Doch Fuhr weilte ruhig an der Bank seiner Spielerinnen, applaudierte bei guten Aktionen seiner Sieben und wirkte zufrieden. Doch wie hat der Cheftrainer selbst den deutlichen 39:15-Pflichterfolg gegen die Handball-Luchse Buchholz-Rosengarten wahrgenommen? „Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute richtig engagiert und haben nie nachgelassen. Der Gegner war immer kämpferisch, das muss man ihnen lassen. Aber wir gewinnen mit 24 Toren Differenz. Ich bin schon zufrieden“, sagt Fuhr zum mehr als klaren Sieg gegen den Tabellen-13. der Handball-Bundesliga.

Deutlicher Auftritt von Borussia, aber überhaupt nicht fordernd

Zum ersten Timeout der Gäste führte der BVB bereits mit 9:4 (13.). Tessa van Zijl machte bis dahin mit ihrem wuchtigen linken Wurfarm auf sich aufmerksamen -und vor allem zu Beginn deutlich: Der Tabellenzweite ist durch seine individuelle Klasse klar überlegen. Borussia spielte dominant, ließ zu keinem Zeitpunkt Dramatik aufkommen, von Spannung war keine Rede. Es war ein guter Auftritt für die Borussinnen, was bereits das Halbzeitergebnis von 19:8 unterstrich.

Die Gäste aus Niedersachsen präsentierten sich trotz der deutlichen Unterlegeheit über das ganze Spiel kämpferisch. © Ludewig © Ludewig

Zwar hatten die Gäste in großen Teilen mehr Ballbesitz, was aber vor allem daran lag, dass die Luchse kaum ein Durchkommen durch den Borussia-Defensivblock fanden. Die Fuhr-Sieben hingegen brauchte nicht lange für schnelle und kompromisslose Abschlüsse. Und der Trainer nutzte den doch relativ lockeren Aufgalopp für sein Team zum munteren Durchrotieren, um vielen Spielerinnen eine Chance zu geben, aber auch Pausen zu gönnen. Einen kurzen Schreckmoment gab es dennoch als Torhüterin Yara ten Holte mit Gäste-Spielerin Louise Cronstedt zusammenprallte und für einige Momente auf dem Parkett liegenblieb. Isabell Roch kam dafür in die Partie, Ten Holte musste zum Kühlen der lädierten Hand auf die Bank.

Zwei weitere Punkte in Richtung deutscher Meisterschaft

„Ich mag es, wenn wir viel wechseln können und in keinen Bruch kommen, das war heute so“, sagte Fuhr über die Personalrotation.

Und für den BVB bleibt vor allem hängen: Zwei weitere Punkte in Richtung deutscher Meisterschaft und Tabellenplatz eins – dem großen Ziel. Das Spiel vom ärgsten Konkurrenten aus Bietigheim gegen die Bad Wildungen Vipers wurde wegen positiver Corona-Tests beim Tabellenführer abgesagt. So ist der BVB mittlerweile bis auf einen Punkt an Bietigheim herangerückt, hat aber bei 12 absolvierten Spielen noch zwei Partien weniger. Nun allerdings rückt der Blick des BVB weg vom Ligaalltag und der Tabelle, hin zur Champions League, wie Fuhr klarmachte: „Wir gucken jetzt auf Podravka am Sonntag.“

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam – Grijseels (4), van Zijl (3), Smits (2), Abdulla (6), Stockschläder (3), Gutierrez Bermejo (4), Freriks (5), Dulfer (3), Van der Heijden (3), Vollebregt (4), Rode, Bleckmann (2)

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.