Borussia Dortmund muss im West-Derby gegen Leverkusen auf Caro Müller verzichten

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Das Verletzungspech bei Borussia Dortmund nimmt kein Ende. Vor dem West-Derby gegen Bayer Leverkusen am heutigen Freitag erwischt es jetzt auch noch Spielmacherin Caroline Müller.

Dortmund

, 21.02.2019, 22:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Borussia Dortmund muss im West-Derby gegen Leverkusen auf Caro Müller verzichten

Caroline Müller wird Borussia Dortmund voraussichtlich mehrere Wochen fehlen. © Peter Ludewig

Die neu gewonnene Euphorie bei Borussia Dortmund nach dem souveränen 30:26-Sieg in Göppingen zum Rückrundenstart hat einen empfindlichen Dämpfer erlitten. Am Mittwochabend ist Nationalspielerin Caroline Müller im Training umgeknickt und wird dem Handball-Bundesligisten im West-Derby gegen Bayer Leverkusen am heutigen Freitag (20 Uhr, Bleichsteinhalle, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) fehlen. „Ich bin beim Absprung auf einen Fuß getreten“, schilderte die 25-Jährige die Situation. Betroffen sei der linke Fuß.

„Caro Müller ist für uns eine sehr wichtige Spielerin, ihr Ausfall ist für uns nur schwer zu verkraften“, meinte Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand des BVB, am Donnerstag. Wie schlimm die Verletzung genau ist, ist noch unklar. Eine MRT-Untersuchung am heutigen Freitag soll Klarheit darüber bringen, wie lange die Rückraumspielerin ausfallen wird. „Wir hoffen, dass nicht so viel im Sprunggelenk kaputt ist“, sagte Dortmunds Trainer Gino Smits. „Aber wir gehen davon aus, dass sie uns mehrere Wochen fehlen wird.“

Beim BVB dürften sie sich an Situationen wie diese langsam gewöhnt haben. In Nadja Mansson, Linda Mack, Saskia Weisheitel, Virag Vaszari und Mira Emberovics tummeln sich bereits fünf Langzeitverletzte im Kader. Dazu kommen immer wieder kurzfristige Ausfälle wie zuletzt Asuka Fujita, Leonie Kockel oder Hildigunnur Einarsdóttir. „Wir haben mit diesen Dingen mittlerweile so unsere Erfahrungen gemacht“, sagte Smits und will über den neuerlichen Ausfall gar nicht klagen. „Wir werden wie immer flexibel sein und uns einen Matchplan überlegen. Ändern können wir es ohnehin nicht.“

Mehr Einsatzzeit für Dana Bleckmann

Als erste Alternative dürfte Dana Bleckmann bereitstehen. Die 17-Jährige, die vor Kurzem erstmals zum Regionallehrgang der A-Nationalmannschaft von Bundestrainer Henk Groener nach Oldenburg eingeladen worden ist, gehört in dieser Saison zur festen Rotation unter Smits. Sollte der Niederländer Spielmacherin Alina Grijseels eine Pause gönnen, dürfte Bleckmann den Part in der Mitte einnehmen.

Grijseels selbst präsentiert sich seit Wochen in überragender Verfassung und führt mit 103 Treffern aktuell die Torschützenliste der Handball-Bundesliga an. „Sie hat in dieser Saison nochmal einen Schritt nach vorne gemacht und übernimmt mehr und mehr Verantwortung“, sagte Bartels. „Aber Handball ist ein Mannschaftssport, und wir definieren uns über unsere mannschaftliche Geschlossenheit und Stärke.“

Auf seinen vollständigen Kader kann Smits dabei bekanntlich nicht zurückgreifen. „Aber wir haben trotzdem eine gute Mannschaft. Zudem haben wir das Hinspiel gegen Leverkusen per Video-Analyse gut aufgearbeitet und wissen, was wir ändern müssen.“

BVB-Trainer Gino Smits hofft auf laute Unterstützung

21:23 verloren die Schwarzgelben damals im letzten Spiel unter der Regie von Ex-Trainer Norman Rentsch gegen die Werkselfen. „Gerade in den Zweikämpfen müssen wir es diesmal viel besser machen“, betonte Smits. Zumal beide Teams nur einen Tabellenplatz und einen Zähler auseinanderliegen – der BVB auf Rang fünf (17:11 Punkte), Bayer folgt mit 16:12 Zählern direkt dahinter. Der Trainer hofft im Derby neben einer guten Mannschaftsleistung auch auf den Faktor Heimspiel. „Eine positive Stimmung durch die Zuschauer gibt uns immer auch extra Energie, die uns helfen wird.“

Gut möglich übrigens, dass neben den einheimischen Anhängern auch mehrere Niederländer der Bleichsteinhalle in Herdecke einen Besuch abstatten werden. Zumal das Spiel auch das niederländische Trainer-Duell Gino Smits gegen Robert Nijdam ist. „Da haben sich schon einige angekündigt“, sagte Smits. Zu wem sie halten werden? „Na hoffentlich zu uns!“