Handball Champions League

Borussia Dortmund: Woche der Wahrheit in der Königsklasse mit einem richtungsweisenden Spiel

Für Borussia Dortmund geht im neuen Jahr nun auch der Champions-League-Alltag wieder los - gleich mit zwei Auswärtsduellen. Das erste in der Hauptstadt Montenegros, wo ein Sieg fast schon Pflicht ist.
Wird der BVB am Samstag in der Champions League jubeln können? © Stephan Schuetze

Kommunikation kann ab und an auch etwas schwieriger fallen. Und es kann zu Verwechslungen kommen. Am Mittwochabend gab es nach dem deutlichen Bundesliga-Erfolg (38:21) von Borussia Dortmund gegen den SV Union Halle-Neustadt für einen kurzen Moment so eine Situation.

Verwirrung um die Kellys

Nach dem Spiel fragte ich BVB-Coach André Fuhr nach Kelly Vollebregt, die nur von der Tribüne aus zugesehen hatte. Fuhrs Antwort überraschte in dem Moment: „Wir haben ganz normal durchgewechselt, weil wir ein paar Kräfte schonen. Samstag ist das nächste Spiel.“

Verwunderung in meinem Blick, Verwunderung im Gesicht des BVB-Übungsleiters über meine Frage. Denn während Fuhr davon ausging, dass meine Frage auf Kelly Dulfer abzielte, die früh im zweiten Durchgang auf der Bank Platz nahm, war Außenspielerin Vollebregt gemeint, die mit einer Reizung im Knie auf der Tribüne saß.

Wenn Borussia Dortmund am Samstagabend in Montenegro auf ŽRK Budućnost Podgorica trifft, sollte Fuhr mit seinem besten Kader anreisen können. Gegen den montenegrinischen Verein verlor Borussia Dortmund Mitte Oktober noch zu Hause mit zwei Toren Unterschied (26:28), weshalb das Spiel in der Hauptstadt Montenegros bereits richtungsweisend sein könnte. Gewinnt der BVB, bislang erst mit zwei Punkten in der Champions League, kann auf Podgorica bis auf einen Punkt aufgeschlossen werden.

Podgorica steht aktuell mit fünf Punkten auf Platz fünf, auf Rang sechs liegt HC Podravka Vegeta ebenfalls mit zwei Punkten, aber mit einem Spiel weniger als der BVB (Platz sieben) und der um zwei Tore besseren Differenz. Bei Podgorica gab es erst vor wenigen Wochen einen Wechsel auf der Trainerposition. Die ehemalige Weltklasse-Spielerin Bojana Popovic, bis dahin Co-Trainerin, hat für Dragan Adzic übernommen, der von seinem Amt zurücktrat.

Drei Auswärtsspiele am Stück

Möchte der BVB das Champions-League-Achtelfinale noch erreichen, wird ein Sieg damit fast schon zur Pflicht. Der Borussinnen-Tross wird am Samstagmittag per Charterflug nach Montenegro reisen und gleich nach dem Spiel wieder zurückfliegen.

Zum einen, um während der Coronavirus-Pandemie keine größeren Risiken einzugehen, aber auch um die bestmögliche Regeneration in die Wege zu leiten, denn: Kommenden Mittwoch steht bereits das nächste Bundesliga-Spiel an, auswärts in Neckarsulm. Und in einer Woche wird das Auswärtstriple komplett gemacht mit dem nächsten Champions-League-Kracher beim ZSKA Moskau.

„Deutsche Meisterschaft hat Prioriät“

„Wir sind so ein bisschen schneller wieder zurück und gewinnen einen Tag zur Regeneration“, erklärt Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsleiter des BVB, der aber auch betont: „Die nationale Liga und die deutsche Meisterschaft hat für uns Priorität Nummer eins. Wir werden alles dafür tun, um unsere Ligaspiele ausführen zu können.“

Ein Risiko möchte Borussia Dortmund da nicht eingehen, auch wenn der Klub „gerne die Gruppenphase überstehen“ würde, so Bartels.

Der Start nach der siebenwöchigen EM-Pause hat bestens geklappt: drei Bundesliga-Spiele, drei Siege. Mit Leistungen, die überzeugt haben. Doch der erste richtige Gradmesser steht erst jetzt an und es wird vor allem darum gehen in der Champions League nachzulegen.

Dabei dürften dann auch wieder beide Kellys – Vollebregt und Dulfer – zum Einsatz kommen. Vollebregt sollte laut Bartels in Montenegro wieder im Kader stehen.

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