Borussia erwartet in Altlandsberg ein Hexenkessel

DORTMUND Soviel steht fest: Für den MTV Altlandsberg ist es das Spiel des Jahres, wenn morgen um 19 Uhr Absteiger Borussia Dortmund in der Erlengrundhalle aufkreuzt.

von Von Thomas Rellmann

, 14.09.2007, 15:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marieke Köhler und der BVB reisen bereits heute nach Altlandsberg,

Marieke Köhler und der BVB reisen bereits heute nach Altlandsberg,

Für den BVB ist die Unterhaus-Premiere ein Vorgeschmack auf das, was das Team auch in den restlichen 23 erwarten wird: ein enthusiastisches Publikum und ein Gegner, der um sein Leben kämpft.

Beispiel Altlandsberg. Dort ist auf der Vereinshomepage zu lesen: „Allein die bloße Spielansetzung muss man auf der Zunge zergehen lassen, um den Quantensprung nachempfinden zu können, den der Handball in der Region durch den Aufstieg der MTV-Damen in die 2. Liga erfahren hat.“ Und weiter: „Wäre diese Paarung nicht Realität, sie wäre unheimlich gut erfunden.“

Tiefstapler?

Die Brandenburger sind zwei Mal in Folge aufgestiegen, haben sich mit Spielerinnen vom Ligarivalen BVG Berlin verstärkt, führende Kraft ist die Bulgarin Antanina Lisevich. „Sie stapeln tief, da ist mehr als nur der Klassenerhalt das Ziel, sagt BVB-Trainer Thomas Happe.

„Da kommt eine kleine volle Halle mit 450 Zuschauern auf uns zu. Darauf müssen wir uns einstellen.“ Eigentlich dürfte er sich bei seinem durchaus erstligatauglichen Kader keine Sorgen um die ersten beiden Punkte machen. Eigentlich. Denn die beispiellose Verletztenserie hat die Intensivierung des Zusammenspiels in den letzten Wochen verhindert.

Hiobsbotschaften

Zwar stehen mit Irina Pusic und Svenja Spriestersbach zwei Leistungsträgerinnen für „Notfälle“ sporadisch zur Verfügung. Beide mussten zuletzt lange pausieren, sind aber rechtzeitig für Kurzeinsätze fit. Die Hoffnung ist, dass es auch ohne das Duo läuft, das dann geschont werden könnte.

Allerdings gab‘s am Donnerstag die nächsten Hiobsbotschaften. Friederieke Lütz hat zwar keinen Bandscheibenvorfall, muss aber mit einer Blockade im Beckenbereich plus entzündetem Nerv vorerst passen. Noch schlimmer hat‘s Christina Lickfeld erwischt. Ein Meniskusriss im rechten Knie setzt sie mehrere Wochen außer Gefecht. Für Katharina Suhr (Schulter) kommt ein Einsatz ohnehin noch zu früh.

Auch dezimiert, darf nichts als ein Sieg zählen für den BVB. Happe: „Jetzt ist Meisterschaft. Die guten Vorbereitungsergebnisse Geschichte.“ Unwidersprochen.