Borussia Dortmund

BVB auf dem Weg zu einer historischen Spielzeit in der Champions League

Borussia Dortmund liefert die nächste starke Vorstellung in der Champions League ab. Ohne zwei Stammspielerinnen ist der BVB auf bestem Wege in Richtung der Playoffs in der Königsklasse.
War von der kroatischen Abwehr kaum zu stoppen: BVB-Kreisläuferin Merel Freriks (r.). © Ludewig

Borussia Dortmunds Handballerinnen sind auf dem Weg zu einer historischen Spielzeit in der Champions League. Durch den 32:24 (17:10)-Sieg gegen das kroatische Team Podravka Vegeta, hat der BVB nun neun Punkte in der Königsklasse geholt, steht dadurch auf Rang vier der Gruppe A.

Vergangene Spielzeit holte der BVB ebenfalls neun Punkte, darunter waren aber zwei Spiele, die wegen der Corona-Situation am Grünen Tisch entschieden worden sind. Die Schwarzgelben stehen damit kurz davor in die Playoffs einzuziehen und die höchstmögliche Punktzahl eines deutschen Teams im europäischen Spitzen-Wettbewerb zu holen.

„Wir sind sehr glücklich, die beiden Punkte geholt zu haben. Wir wollen die Playoffs erreichen“, sagte BVB-Trainer André Fuhr nach dem Spiel in Kroatien. Vor allem im ersten Durchgang zeigte der BVB eine famose Leistung, kompensierte die Ausfälle von Spielmacherin Alina Grijseels und Linksaußen Jennifer Gutiérrez.

Frida Ronning und Fatos Kücükyildiz ersetzten Grijseels abwechselnd im Zentrum, während Mia Zschocke und Laura van der Heijden auf den Halbpositionen in der Defensive stark agierten. Hinzu kam erneut eine kraftvolle Merel Freriks (sechs Tore), die am häufigsten für den BVB traf. „Wir vermissen Alina, aber es ist schön zu sehen, wie alle dafür einen Schritt nach vorne machen“, sagte Ronning. Sie musste im zweiten Durchgang eine ganze Weile auf der ungewohnten Linksaußen-Position agieren, da die 20 Jahre alte Jacqueline Moreno im ersten Durchgang durch vier Fehlversuche und keinen einzigen Treffer enttäuschte.

BVB: André Fuhr ist zufrieden mit der Leistung

Dennoch unterstrich der BVB die Ambitionen, in der Champions League in die K.o.-Runde einzuziehen. Die kroatischen Gastgeber hatten es im ersten Durchgang schwer, mit dem Dortmunder Tempo mitzuhalten. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, spielten unseren Handball-Stil. Wir haben schnelle Wechsel von der Defensive in die Offensive geschafft, einfache Tore geworfen“, sagte Fuhr.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging der BVB hingegen etwas fahrlässig mit seinen Chancen um. Hektik und überhastete Aktionen sorgten für einige Fehlwürfe. Das Gute für den amtierenden Deutschen Meister: Eine starke Yara ten Holte im Tor und eine zunächst desolate kroatische Chancenverwertung. Die junge Niederländerin ten Holte hatte 13 Paraden.

Dennoch: die Kroatinnen kamen zurück und zwangen André Fuhr beim Stand von 21:17 für den BVB zu einem Timeout (45.). Zu viele technische Fehler machte der BVB. Die Fuhrsche Ansage fruchtete, Borussia führte nach 48 Minuten wieder mit sieben Toren (26:19).

BVB: Podravka erreicht eine historische Marke

„Ich bin glücklich über unsere Performance, mir hat es gut gefallen. Wir hatten zwar kleinere Fehler in der Defensive und Offensive, aber am Ende bin ich froh über die Punkte“, resümierte Fuhr, der den hohen Vorsprung nutzte, um auch der lange Verletzten Tessa van Zijl sowie Winter-Neuzugang Paulina Uscinowicz etwas Spielzeit zu geben.

Für die Kroatinnen gab es nach Spielschluss lediglich einen Grund zur Freude. Sie erzielten gegen den BVB ihren 4000. Treffer in der Champions League. Eine historische Marke, die erst acht Teams schafften. Borussia Dortmund steht da in der zweiten Königsklassen-Spielzeit bei 598 Toren, ist aber auf bestem Wege in Richtung Playoffs.

BVB: ten Holte, Kohorst – Berger (4), Sando (2), Zschocke (4), van Zijl (3), Moreno, Kücükyildiz (2/1), Abdulla (3), Freriks (6), van der Heijden (5), Ronning (3), Uscinowicz

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.