BVB-Frauen bleiben oben dran

38:34 gegen Zwickau

Die Erleichterung war ihnen anzusehen, die Erschöpfung auch. 60 ganz intensive Handball-Minuten lagen hinter den BVB-Frauen, sie hatten mit 38:34 (17:16) den BSV Sachsen Zwickau besiegt, nun probten sie mit den 300 begeisterten Zuschauern mit müden Armen die Welle.

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 01.10.2011, 21:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Überragende Leistung: Dagmara Kowalska (M.).

Überragende Leistung: Dagmara Kowalska (M.).

Sie heißt Dagmara Kowalska, sie warf stolze 16 Tore, verwandelte dabei sechs Siebenmeter, und wenn sie nicht selbst den Ball in die Maschen warf, dann legte sie den jüngeren Kolleginnen perfekt auf. „Das war heute eine wirklich ansehnliche Partie“, meinte Alice Vogler, und die Trainerin zeigte sich mit der Angriffsleistung „schon ganz zufrieden“. Hinten aber stimmte sicher nicht alles, 34 Gegentore sprechen Bände. Aber statt auf das Team einzudreschen, nahm die BVB-Trainerin sich selbst ins Gebet.

Eigentlich ohne Not hatte sie zum Ende der ersten Hälfte auf eine offensive Deckung umgestellt, „ein Griff ins Klo“, wie sie mit doch etwas übertriebener Selbstkritik feststellte, auf jeden Fall habe sie sich „tierisch über mich selbst geärgert“. So kam es, dass die Borussinnen einen doch recht komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung bis zum Halbzeit-Pfiff beharrlich schmelzen ließen. Vor allem in der Phase, als Kowalska und Svenja Spriestersbach auf der Bank durchschnaufen sollten, zeigte das BVB-Spiel doch etliche Schwächen. Aber Alice Vogler zog genau daraus wieder das Positive.

Wie die Mannschaft sich nach einer Ansprache aus diesem Tal selbst befreit habe, „dass wir uns nicht aus der Bahn werfen ließen, das gibt mir schon ein gutes Gefühl“. Zunehmend gewannen die Schwarz-gelben wieder die Oberhand, zunehmend trotzten sie der überharten Gangart der Gäste. Um Zuzana Porvaznikova, der besonders übel mitgespielt wurde, habe sie regelrecht Angst gehabt, „ob wir sie hier lebend rausbekommen“. Es ging alles gut, und es blieb die Erkenntnis, „dass wir in dieser Saison einen etwas anderen Handball spielen, schneller, aber eben auch noch mit Fehlern“, wie Kowalska meinte. Das wird nicht immer für das gewünschte Ergebnis sorgen, aber Erlebnis-Handball ist es allemal. Und noch sind sie ungeschlagen in dieser Saison......ö....

Lesen Sie jetzt