BVB-Frauen empfangen am Sonntag Celle

Handball: DHB-Pokal

Alle reden vom Final Four, dem Treffen der vier besten Teams im DHB-Pokal, doch Ildiko Barna spricht viel lieber erst einmal vom Viertelfinale. „Es ist noch lange nicht erledigt, erst einmal müssen wir ganz konzentriert am Sonntag gegen Celle an die Arbeit gehen“.

DORTMUND

, 09.01.2016, 10:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Frauen empfangen am Sonntag Celle

Es gehört zum guten Ton einer Trainerin, vor schöne Träume noch ein paar mahnende Worte auf die Reise zu schicken, vor allem an die Pflicht zu erinnern, sich Schritt für Schritt großen Zielen zu nähern. Sicher, das Final Four am 20. und 21. Mai ist gedanklich schon fest im Terminkalender der Handballerinnen von Borussia Dortmund vermerkt, aber erst einmal gilt es, am Sonntag (16 Uhr, Halle Wellinghofen) Celle in die Schranken zu verweisen.

Ildiko Barna nimmt die Favoritenrolle an, alles andere wäre ja auch unglaubwürdig, „und natürlich wollen wir auch gut spielen und natürlich auch gewinnen“. Aber es gelte, die Spannung hochzuhalten, sich nicht von den vielen Stimmen einlullen zu lassen, „ihr seid ja schon im Final-Turnier der besten Vier“.

Kein Spaziergang

Und so wird die BVB-Trainerin auch nicht müde darauf hinzuweisen, dass die 60 Minuten alles andere als ein Spaziergang werden. Der Gegner, Tabellenvorletzter der Bundesliga und bisher noch sieglos bei gerade einmal zwei Unentschieden, habe sich bisher in der Runde deutlich unter Wert geschlagen, habe in den meisten Spielen sehr gut dagegengehalten. Und so lobt Ildiko Barna auch den den Rückraum des Gegners, „da ist eine Menge Wurfqualität“, weist auf die schnellen Außenspielerinnen hin und zieht das Fazit: „Diese Mannschaft ist nie lethargisch, sie steckt trotz aller Rückschläge voller Kampfgeist.“

Und sei zudem in der beneidenswerten Situation, als klarer Außenseiter anzureisen. „Da kann sich schnell der Gedanke breit machen: Vielleicht können wir ja im Pokal, wenn keiner mit uns rechnet, etwas holen.“ Der BVB kennt diese Ausgangslage, in den letzten beiden Auswärtsspielen in der Bundesliga in Metzingen und Bietigheim durfte er fast schon sensationell drei Punkte entführen. Natürlich habe das der Truppe viel Selbstvertrauen gegeben, „aber übermütig müssen wir deshalb nicht werden“. Denn diesmal sind die Rollen umgekehrt: Die Borussia trägt die Bürde des Favoriten, sie hat den Druck, sie kann sich blamieren, „und Celle hat nun wirklich nichts zu verlieren“.

"Nicht den Kopf verlieren"

Deshalb gelte es, die Nervosität ganz schnell abzustreifen, „und wenn es am Anfang nicht ganz so perfekt läuft, dann auch bitte nicht den Kopf verlieren“. Da passt es, dass Ildiko Barna alle Frauen an Bord hat, fast schon paradiesische Zustände für die BVB-Trainerin im Vergleich zum letzten Jahr, als sich die schweren Verletzungen fast im Wochentakt aneinanderreihten. Und sollte es dann doch etwas holprig anlaufen, dann setzt der BVB auf die prächtige Unterstützung der Fans.

„Ja, wir hoffen auf eine volle Halle Wellinghofen“, sagt die BVB-Trainerin, „nach den vielen Feiertagen haben die Zuschauer sicher wieder Lust auf Live-Sport. Und wir bieten ja auch guten Sport“. Und wenn er dann auch noch erfolgreich ist, dann dürfen sie auch über das Final Four reden. 

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