BVB-Frauen fighten, werden aber nicht belohnt

30:31-Niederlage gegen Bietigheim

Bis zur letzten Sekunde haben sie gefightet, sie haben Leidenschaft und Spielfreude gezeigt, aber am Ende haben sie sich nicht belohnt: In einem packenden Spiel unterlagen die Handballerinnen von Borussia Dortmund dem starken Gast aus Bietigheim am Samstagabend mit 30:31 (17:16).

DORTMUND

, 23.04.2016, 22:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erzielte sechs Treffer: Alina Grijseels.

Erzielte sechs Treffer: Alina Grijseels.

Die Zuschauer sahen in der Halle Wellinghofen ein Bundesliga-Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte. Wie von Zauberhand hatte der BVB seinen Frust über die Niederlagenserie der letzten Wochen abgeschüttelt, war von der ersten Minute an bereit, den Kampf mit dem auf dem Papier eigentlich übermächtigen Gegner aufzunehmen.

Auf des Messers Schneide

So entwickelte sich eine Begegnung, die immer auf des Messers Schneide stand. Bietigheim, auch fünf Runden vor Saisonende immer noch einer der Titelaspiranten, hatte den besseren Beginn für sich. Nach einer Viertelstunde führte der Gast mit 9:6, er spielte einfach flüssiger, auch konzentrierter, überzeugte mit teilweise herrlichen Kombinationen.

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Bildergalerie

Handball, Bundesliga: BVB - SG BBM Bietigheim 30:31 (17:16)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und der SG BBM Bietigheim.
23.04.2016
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23-4-2016 Do Sport BVB-Bietigheim Foto Laryea© Foto: Laryea
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Keine einfache Situation mit den BVB-Handballerinnen: Trainerin Ildiko Barna. © Foto: Laryea
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Der BVB fand gegen den Angriffswirbel nicht immer die richtigen Mittel, vor allem auch über die rechte Seite suchte Bietigheim in Person von Angela Malestein immer wieder den geraden Weg zum Borussia-Tor. Das wurde übrigens schon seit der fünften Minute von Mandy Burrekers gehütet, da Clara Woltering aus nächster Nähe einen Ball voll ins Gesicht bekam, benommen auf der Bank Platz nahm und auch nach Spielschluss noch „einen schwarzen Balken vor den Augen“ sah.

Knappe Halbzeitführung

Doch gemeinsam rappelte sich der BVB wieder hoch, das Selbstvertrauen wuchs. Auch von einem 11:15-Rückstand ließ er sich nicht entmutigen, im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt, zur Halbzeit lag die Borussia mit 17:16 in Führung.

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Zweite Hälfte, gleiches Bild. Um jedes Tor wurde heftig gerungen, die Zuschauer sahen feinen Handball, aber auch reichlich harten Sport. Und Nina Wörz, die mehr als beherzt zur Sache ging, durfte froh sein, dass das Schiedsrichtergespann nicht sah, oder sehen wollte, dass die Rückraumspielerin eine Zweiminutenstrafe auch noch mit einem Vogel-Zeigen in Richtung der Unparteiischen kommentierte.

"Immer wieder herangekämpft"

So blieb es spannend, packend, teilweise rassig. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, kaum mal Zeit, ein wenig Luft zu holen. „Wir haben uns immer wieder herangekämpft“, sagte Ildiko Barna nach der Partie, „ich bin stolz auf das Team, das heute wirklich keinen Vorwurf verdient hat“. Leider hat es sich dafür nicht belohnt, aber es dürfte doch eine Menge Selbstbewusstsein geschöpft haben, um für den Rest der Saison gewappnet zu sein.

BVB: Woltering, Burrekers, Ferenczi, Ingenpaß, Kramer (5), Grijseels (6/4), Weisheitel (2), Zimmermann, Potocki, Schäfer, Schmele (5/1), Ettaqi (4), Selmeci, Salberg, Nadgornaja (6), Vaszari (2)

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