BVB-Handball: Eigene GmbH könnte die Rettung sein!

DORTMUND Es ist zwar nur ein winziger Strohhalm, an den sich die Handballabteilung klammert. Der BVB prüft derzeit jedoch, inwieweit die Ausgliederung der 1. Damenmannschaft in eine GmbH ein tragfähige Lösung darstellen könnte.

von Von Dirk Krampe

, 02.03.2009, 17:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Handball: Eigene GmbH könnte die Rettung sein!

Annika Busch ist in der EM-Quali gesetzt.

Die über Nacht von Trainer Gustl Wilke (RuhrNachrichten.de berichtete) geborene Idee "ist ein konstruktiver Vorschlag", sagt Abteilungsleiter Andreas Heiermann. Er hat in den 48 Stunden nach Bekanntwerden der finalen Pläne des BVB-Präsidiums viel Zuspruch erhalten, viel Rückendeckung. "Einige", sagt er, "sind anscheinend jetzt wach geworden."BVB-Handball: Die Zeit drängt

Nach dem Treffen mit dem Team am Sonntag griff Heiermann zum Telefon. Die Nummer, die er wählte, gehört zum Handy von BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball. Als der sich zurückmeldete, steckte Heiermann selbst in einer Sitzung. Auf die Schnelle zusammenzukommen, scheint nicht so einfach zu sein. Dabei drängt die Zeit: Ende März läuft die Frist ab, bis dahin müsste die Abteilung die Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen. 

In einer GmbH müsste der eingetragene Verein Borussia Dortmund als Mehrheitsgesellschafter mit mindestens 51 Prozent des Stammkapitals vertreten sein. Das wären circa 13.000 Euro und "wohl nicht das eigentliche Problem", wie Heiermann formuliert. "Der Knackpunkt ist, ob der BVB bereit ist, als Bürge auch für die Liquidität der GmbH gerade zu stehen." Diesen Faktor, so Heiermann, dürfe man nicht unterschätzen. "Es muss eine grundsätzliche Bereitschaft bestehen, Handball am Leben zu erhalten."Geld für Handball lässt sich auch in Diaspora Dortmund auftreiben

Der aufzubringende Etat der Gesellschaft (circa 100- bis 150.000 Euro) sei "auch in der Diaspora Dortmund" aufzutreiben, meint Heiermann, der einen Business-Plan in der Schublade hat. Eckpfeiler darin sind die Handball-Sponsoren Kik und Goeke - allerdings laufen auch diese Verträge am Saisonende aus.

Heiermann steht in den Startblöcken. Der Startschuss müsste vom BVB e.V. kommen. "Die Chance", sagt er, "ist größer als ein Prozent. Ansonsten würde ich mir diese Gedanken nicht machen." Es wäre wie das Finden der berühmten Nadel im Heuhaufen.