Spiel eins nach der ersten Niederlage: BVB baut auf eine Rückkehrerin gegen den Druck

BVB-Handball-Frauen

Die erste Pleite soll vergessen gemacht werden. Nun geht es mit einer Rückkehrerin aus dem Krankenstand gegen eine Ex-Borussin. Der Trainer fordert: „Wir können und müssen besser spielen.“

Dortmund

, 06.03.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
André Fuhr fordert eine klare Leistungssteigerung der BVB-Handballerinnen.

André Fuhr fordert eine klare Leistungssteigerung der BVB-Handballerinnen. © Ludewig

Die 24:28-Niederlage der BVB-Handball-Damen gegen den Tabellendritten TuS Metzingen hallt bei den Dortmundern noch ein wenig nach. „Wir haben es mit Video ausführlich analysiert und Dinge besprochen, die wir besser machen wollen“, sagt Trainer André Fuhr vor der nächsten Aufgabe am Samstag gegen die Neckarsulmer Sport-Union (19.30, Halle Wellinghofen, Am Lieberfeld 13).

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Gegen die Tabellenachten wird es vor allem darum gehen, die Anfangsphase nicht erneut zu verschlafen. Gegen Metzingen stand es nach knapp sechs Minuten schon 1:5 - ein Rückstand, den die Borussinnen nicht mehr aufholen konnten.

„Eine Reihe von individuellen Fehlern“

„Da haben wir eine Reihe von individuellen Fehlern im Angriff und in der Abwehr gemacht. Wir haben die Bälle zu hektisch weggeworfen, zu ungeduldig gespielt, Schrittfehler gemacht und in der Abwehr Zweikämpfe verloren. Da muss nun gegen Neckarsulm jeder die Wachsamkeit mitbringen und ab der ersten Sekunde des Spiels bereit sein“, fordert Fuhr klar eine Steigerung von seinen Spielerinnen.

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Die vor der Partie gegen Metzingen 16 Partien lang anwährende Siegesserie will sich Fuhr von der ersten Pleite nicht kaputtmachen lassen. „Wir haben nie geglaubt, dass wir mit null Minuspunkten durch die Saison gehen. Metzingen hat von den vergangenen 14 Spielen 13 gewonnen, da kann man auch mal was liegen lassen“, so Fuhr, der nicht „hektisch“ werden möchte. „Wir haben gegen Metzingen nicht gut aber eigentlich in 50 Minuten Unentschieden gespielt. Dennoch müssen und können wir besser spielen.“

Die Tücke der Favoritenrolle bei den BVB-Handballerinnen

Gelingt das, sollte der Sieg gegen Neckarsulm für die Dortmunder Spitzenreiterinnen nur eine Formsache sein.

Denn gegen die Gegnerinnen, die in dieser Spielzeit bisher sechs Mal gewonnen und neun Mal verloren haben, ist der BVB der haushohe Favorit. Im Hinspiel ließen die Dortmunderinnen den Gegnern keinerlei Chance, siegten klar und deutlich mit 39:26 und lagen dabei bereits zur Pause mit 21:14 in Front.

Doch genau in dieser vermeintlichen Klarheit sieht Fuhr auch die Bedrohung: „Es ist schon ein bisschen die Gefahr, dass man den Gegner unterschätzt. Wir haben schwere Spiele hinter uns mit Thüringen und Metzingen. Aber wir dürfen die Punkte zu Hause nicht abgeben“, so Fuhr, der auf Alina Grijseels zwar weiterhin verzichten muss, auf Merel Freriks aber wieder zurückgreifen kann.

Merel Freriks kehrt in den Kader der BVB-Handballerinnen zurück.

Merel Freriks kehrt in den Kader der BVB-Handballerinnen zurück. © Ludewig

Die Baden-Württembergerinnen haben sich seit dem Wechsel auf der Trainerbank Mitte Januar - Maikel Daniels übernahm für Pascal Morgant - stabilisiert. „Sie haben umgestellt, stehen in der Abwehr kompakter, spielen disziplinierter, stehen nicht mehr so hoch und nutzen die Breite des Kaders besser“, analysiert Fuhr.

Und sie bringen auch Qualität mit ins Ruhrgebiet. Besonders drei Spielerinnen fallen Fuhr dabei ein. Lynn Knippenborg, die er als „Schlüsselspielerin in der Mitte“ bezeichnet, Linkshänderin Irene Espinola Perez, die früher auch schon bei Borussia Dortmund auflieg sowie die 20-Jährige Sarah Wachter. „Sie ist ein Top-Talent in Deutschland“, ist Fuhr voll des Lobes.

Der BVB ist also gewarnt.

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