BVB-Handballerinnen holen die nächste Nationalspielerin nach Dortmund

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handball-Frauen haben den nächsten hochkarätigen Neuzugang verpflichtet. Die neue Borussin kommt von einem Ligakonkurrenten - und war dort die beste Feldtorschützin.

Dortmund

, 05.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer André Fuhr bekommt für die kommende Saison eine weitere Verstärkung.

BVB-Trainer André Fuhr bekommt für die kommende Saison eine weitere Verstärkung. © Ludewig

Die Coronakrise hat kaum eine Sportmannschaft so getroffen wie die BVB-Handball-Frauen. Obwohl die Schützlinge von Trainer André Fuhr eine fast perfekte Saison ablieferten, blieben Kelly Dulfer und Co. am Ende ohne Meistertitel und erstmal auch ohne eine Chance auf den Pokalsieg.

Jetzt gibt es endlich wieder eine positive Nachricht aus dem schwarzgelben Lager: Der Kader für die kommende Saison ist komplett. In Caroline Müller-Korn, Saskia Weisheitel, Leonie Kockel, Asuka Fujita und Bogna Sobiech verlassen füfn Spielerinnen den Verein, Delaila Amega (TuS Metzingen), Tessa van Zijl (Blomberg), Tina Abdullah (Bergen, Norwegen), Clara Monti Danielsson (Esbjerg, Dänemark) und Jennifer Gutiérrez Bermejo (Elche, Spanien) waren bereits als Neuzugänge bekannt.

Auf der Suche war der BVB zuletzt noch nach einer Linkshänderin für die halbrechte Position - durch die Coronakrise wurden aber alle Verhandlungen auf Eis gelegt, hatte Abteilungsvorstand Andreas Heiermann zu Beginn der Krise erklärt.

Torgefährlicher Neuzugang kommt vom Ligakonkurrenten

Jetzt vermeldet sein Stellvertreter, Andreas Bartels, dass die Suche nach dem letzten Puzzleteil im Kader des Bundesligisten und kommenden Champions-League-Teilnehmers gefunden wurde. Auf Rückraumrechts wird neben dem Blomberg-Neuzugang Tessa van Zijl in der kommenden Spielzeit Jennifer Rode für den BVB auf Torejagd gehen.

BVB-Neuzugang Jennifer Rode (l.) mit ihrem zukünftigen Trainer André Fuhr.

BVB-Neuzugang Jennifer Rode (l.) mit ihrem zukünftigen Trainer André Fuhr. © Verein

Die 24-Jährige kommt von Ligakonkurrent Bayer Leverkusen, verlässt die Werkselfen nach fünf Jahren. Der BVB habe sich „ganz bewusst“ für Rode entschieden, erklärt Bartels, „als junge deutsche Nationalspielerin mit ganz viel Potential passt Jennifer genau in unsere Philosophie.“ Auch André Fuhr freut sich auf seine neue Spielerin. „Jennifer bringt schon viel Bundesliga-Erfahrung mit, kann sich bei uns aber immer noch weiterentwickeln, sie gehört immer noch zu den hoffnungsvollsten Talenten auf ihrer Position“, erklärt der 49-Jährige.

Rode, die einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, wechselte 2014 von Bensheim nach Leverkusen, war zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs mit 68 Toren beste Feldtorschützin des Tabellensechsten. Von 2008 bis 2013 spielte die gebürtige Berliner beim Frankfurter HC. Rode lief bisher 21 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf, gehört immer noch zum erweiterten Kreis des DHB-Kaders. Der Wechsel zum BVB könnte die 24-Jährige jetzt nochmal einen Schritt weiter bringen. „Bei uns hat sie die Möglichkeit, auch internationale Erfahrung zu sammeln“, so Fuhr.

Yara ten Holte wird künftig in der 2. Bundesliga spielen

Neben der Verpflichtung von Jennifer Rode gibt es noch eine Personalveränderung bei den Borussinnen. Torhüterin Yara ten Holte, die in der vergangenen Saison zuletzt in der zweiten Mannschaft ausgeholfen hatte, wird mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. Trainieren wird die Niederländerin größtenteils weiterhin in Dortmund, das Abschlusstraining und die Spiele wird die 20-Jährige aber beim TuS Lintfort in der 2. Bundesliga absolvieren. „Yara braucht jetzt vor allem viel Spielpraxis“, erklärt Bartels den Schritt, „ich glaube das ist so ein guter Deal für alle Seiten.“

Die BVB-Kader hat für die kommende Saison nochmal deutlich an Qualität zugelegt. „Das“, sagt André Fuhr, muss immer das Ziel sein.“ Vor allem, weil die Borussinnen in der kommenden Saison mit den Champions-League-Partien und der Erweiterung der Liga um zwei Teams noch mehr Spiele erwarten.

Was jetzt noch fehlt, ist ein konkretes Startdatum für die Saison 2020/2021. Aber Christoph Wendt macht den BVB-Frauen Hoffnung, was den Wiederbeginn angeht: „Wir arbeiten an den verschiedensten Saisonkonzepten, sodass es wieder losgehen kann und sind sehr optimistisch“, erklärt der Geschäftsführer der HBF, der auch Mitglied in der Taskforce „Return to competition“ des DHB, der HBL und der HBF ist.

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