BVB-Handballerinnen sichern weiter ihren Platz an der Tabellenspitze

Handball

Von Müdigkeit keine Spur bei den Handballerinnen des BVB. Trotz des kräftezehrenden Programms in den vergangenen sechs Wochen marschierten die Borussinnen weiter und schlugen den VfL Oldenburg mit 43:22 (20:10).

Dortmund

, 03.02.2021, 22:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johanna Stockschläder erzielte acht Tore.

Beim 15. Sieg im 15. Bundesligaspiel zeigte die Formation von Trainer André Fuhr ihre große Klasse und baute die bisherige Drei-Punkte-Führung im Kampf um die Meisterschaft sogar auf fünf Zähler aus.

Verfolger Bietigheim verlor mit 30:33 beim HC Thüringen und weist nun bereits fünf Punkte Rückstand auf den weiter verlustpunkt freien BVB aus. Dazu kommt eine Tordifferenz, die ebenfalls für zwei Zähler gut ist. Die Borussinnen haben eine Differenz von +184 Toren, Bietigheim nur +89. „Das ist noch keine Vorentscheidung im Titelrennen, wir haben noch einen langen Weg vor uns“, kommentierte der Dortmunder Coach die überraschende Niederlage des Konkurrenten aus Baden-Württemberg.

Das Fazit in Oldenburg fiel entsprechend deutlich aus. „Dass es so deutlich wurde, damit haben wir nicht gerechnet, zumal Oldenburg zuletzt einen guten Lauf hatte. Wir haben über die gesamten 60 Minuten wenig Fehler gemacht und mit dem kompletten Kader stark gespielt“, zeigte sich Fuhr von der Vorstellung und Einstellung seiner Mannschaft beeindruckt: „So einen hohen Sieg erlebt man wirklich nicht alle Tage. Aber was hätte der Coach auch anders sagen sollen.

Der BVB gab sich keine Blöße, ließ im Tempo zu keinem Zeitpunkt nach und zeigte seine überragende Klasse auf allen Positionen. Nach einem Zehn-Tore-Vorsprung zur Hälfte (20:10) spielte der BVB konsequent weiter, André Fuhr wechselte durch, musste dabei sogar auf Alina Grijseels (muskuläre Probleme) verzichten.

Keine zehn Minuten lang durfte Oldenburg davon träumen, den BVB zumindest etwas zu ärgern. Zwei Tore, später dann drei Tore Differenz beim Stand von 5:8 sorgten für Optimismus bei der jungen norddeutschen Mannschaft, die in der Anfangsphase durchaus gut mitspielte und gleich mehrmals vorlegte. Doch mehr als zehn Minuten guckte sich der BVB das Schauspiel nicht an - und machte dann ernst. Nachdem zunächst Johanna Stockschläder mit drei Toren in Folge den BVB im Rennen gehalten hatte, Isabell Roch im Tor einige gute Paraden gezeigte hatte, war es dann an Laura van der Heijden und Inger Smits, den BVB in Führung zu werfen.

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Danach ging es im wahrsten Sinne des Wortes Schlag auf Schlag. Bis zur 20. Minute erhöhten Dulfer, Smits, Abdullah und Stockschläder von 8:5 auf auf 14:8. Die Partie war bereits zu diesem Zeitpunkt faktisch gelaufen. Doch der BVB ließ nicht nach, blieb dran, erhöhte bis zur Pause auf 20:10. Eindrucksvoll die holländische Rückraum-Achse Smits (RM), Dulfer (RL) und van der Heijden (RR).

Dass es am Ende so deutlich wurde, lag auch auch daran, dass André Fuhr erkannte hatte, wo die Lücken der Oldenburgerinnen lagen. Nämlich im 7:6-Überzahlspiel. „Der VfL macht das wirklich perfekt, aber wir wussten heute darauf sicherlich die passende Antwort“, erklärte Fuhr leicht verschmitzt. Immer wieder versenkten die BVB-Spielerinnen den Ball ins leere Oldenburger Tor.

BVB: Duijndam, Roch, ten Holte,Grijseels, Monti Danielsson, van Zijl, Smits (7), Abdulla (4), Stockschläder (8), Gutierez Bermejo (2), Freriks (4), Dulfer (8), Vollebregt (1), Rode (6), Bleckmann (2), van der Hejden (1)

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