BVB im Meister-Groove: Eine Spielerin erhält Sonderlob, eine spielt in Quarterback-Manier

Handball-Bundesliga

Borussia Dortmund gewinnt auch das 22. Spiel in der Handball-Bundesliga und geht den nächsten Schritt in Richtung Titel. Eine Spielerin erhielt ein Sonderlob vom Trainer.

Dortmund

, 09.03.2021, 21:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erzielte sechs Treffer gegen die HSG Blomberg-Lippe: BVB-Kreisläuferin Merel Freriks.

Erzielte sechs Treffer gegen die HSG Blomberg-Lippe: BVB-Kreisläuferin Merel Freriks. © Ludewig

Gewarnt und gelobt hatte André Fuhr. Der Trainer von Borussia Dortmund lobte die HSG Blomberg-Lippe, wo er 16 Jahre lang arbeitete (2002 bis 2018) für die bislang ordentliche Saison der Ostwestfalen, warnte aber auch davor die Aufgabe zu unterschätzen und nicht fokussiert genug auf die Partie zu sein vor den beiden Spielen in der Champions League gegen Metz.

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Seine Spielerinnen bewiesen aber zum 22. Mal in dieser Bundesliga-Spielzeit: Die deutsche Meisterschaft geht nur über Borussia Dortmund. Mit 36:25 (23:14) siegte der BVB gegen Fuhrs Ex-Klub. „Ich finde, wir haben nach zehn Minuten das Spiel im Griff gehabt, weil wir gut verteidigt haben. Wir sind dann ins Tempo-Spiel gekommen“, lobte Fuhr.

Klare Verhältnisse zur Pause

Von den obligatorischen ersten zehn Minuten mal ab, in denen Blomberg das Tempo hochhielt, teils mit dem BVB mitgegangen ist, schaffte es Borussia erneut etwas mehr Schwung in das eigene Spiel zu bringen.

Dem Gast war der Wille anzumerken, das Spiel weiterhin offen zu gestalten, den Dortmunder Vorsprung so gering wie möglich zu halten, damit das Spiel nicht zu einem einseitigen Duell verkommt, doch der BVB spielte seine Klasse bis zum Halbzeitpfiff aus. Das 23:14 zur Pause machte die Verhältnisse zwischen Spitzenreiter Dortmund und dem Tabellendritten aus Ostwestfalen bereits zur Pause deutlich. Kelly Dulfer spielte dabei stark aus dem Rückraum, suchte immer wieder Abschlusschancen, kam zu sieben Treffern. Einen kurzen Schocker gab es bei Dulfer, als sie in einer Offensivsktion auf ihr linkes Knie fiel. Die niederländische Nationalspielerin konnte zwar weitermachen, ging im Anschluss aber auf die Bank um das Knie zu kühlen.

Auch Torhüterin Isabell Roch spielte erneut famos, bestätigte ihre starke Form und zeigte sich in exzellenter Quarterback-Manier beim Verteilen der Bälle in Tempo-Gegenstoß-Situationen. Und so kam schwarzgelb immer mehr in den Groove der vergangenen Wochen und Monaten.

van Zijl erhält ein Sonderlob

Beachtlich: Während des gesamten ersten Durchgangs wechselte Trainer André Fuhr kein einziges Mal. Erst nach 35 Minuten gab es die erste Veränderung in der Anfangssieben, als Tina Abdulla auf Rechtsaußen für Kelly Vollebregt kam. „Ich wünsche mir, dass die, die von der Bank kommen, sich so aufdrängen wie van Zijl. Die hat das überragend gemacht, Impulse gesetzt, das wünsche ich mir bei den anderen auch“, forderte Fuhr.

Zwar tauschte Fuhr anschließend mehr durch im zweiten Abschnitt, doch an der Deutlichkeit der Partie änderte dies nichts. Der BVB zeigte dem jungen Team aus Blomberg die Grenzen auf. Borussia Dortmund befindet sich im totalen Meister-Groove. „Das war ein wichtiger Schritt, das war ein Tabellendritter“, sagte Fuhr zum 22. Erfolg im Liga-Betrieb.

Mit den beiden anstehenden Champions-League-Partien gegen Metz Handball könnte der BVB in seiner aktuellen Form für eine echte Überraschung sorgen.

BVB: Roch, Duijndam, ten Holte - Stockschläder (5), Smits (5/1), Dulfer (7), Freriks (6), van der Heijden (4), Vollebregt (2), Gutierrez Bermejo, Bleckmann, Monti Danielsson, Grijseels (1), Rode, Abdulla (1/1), van Zijl (5)

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