BVB ist funktionierendes Team

Vogler dementiert Probleme

Der Termin steht, und die Forderung ist klar. Wenn sich die Handballerinnen von Borussia Dortmund am Mittwochabend zur „Aussprache“ zusammensetzen, dann „sollten wir ganz offen miteinander umgehen, jeder sollte den Blick auf sich selbst und auch auf die Mitspieler richten“, erklärte Alice Vogler am Dienstag.

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 25.10.2011, 19:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Problemloses Miteinander bei den BVB-Frauen.

Problemloses Miteinander bei den BVB-Frauen.

Und weil es doppelt ärgerlich ist, dass man in eigener Halle „so sehr ins Klo gegriffen“ hat, bedarf es schon einer eingehenden Analyse. Zumal der BVB zuletzt beim Tabellenletzten Halle-Neustadt nur hauchdünn gewann, die vorletzte Heimpartie gegen Rosengarten-Buchholz auch verlor und deshalb ein paar Alarmglocken schrillen sollten. Eines aber will sich Alice Vogler auf keinen Fall einreden lassen: dass es am Teamgedanken fehlt. „Das ist sehr wohl ein funktionierendes Team“, betont sie eindringlich, untereinander gebe es nicht die geringsten Probleme. Im Gegenteil.

Gerade die älteren Leistungsträgerinnen würden sich kräftig ärgern, wenn sie den jüngeren Spielerinnen nicht helfen könnten. Die vielen Einzelaktionen, die am Samstag zu beklagen waren, entsprächen keinem Egoismus oder falschem Ehrgeiz. Allerdings räumt die BVB-Trainerin ein, „dass wir mental im Moment nicht die Stärke einbringen, die nötig ist“. Weibern habe vorgemacht, wie ein Team „mit breiter Brust auftritt“, die Schwarzgelben müssten künftig auch wieder darauf setzen, „dass wir unsere Vorteile ausnutzen“. Vielleicht, überlegt Vogler laut, seien ihre Spielerinnen aber auch „einfach zu nachdenklich“, vielleicht fehlt es an der Unbefangenheit, der Spontanität. Mögliche Defizite sind also erkannt, und damit ist der wichtigste Schritt getan.

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