Borussia Dortmund

BVB-Mitglieder haben entschieden: So geht es mit den Handballerinnen weiter

Die Mitglieder von Borussia Dortmund haben am Sonntag eine richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft der Handballerinnen getroffen. Es ging um den Fortbestand des Profi-Sports.
Reinhard Rauball, Präsident des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, ist bei der Mitgliederversammlung auf einer Video-Leinwand hinter dem DFB-Pokal (l.) der Fußball-Herren und der Meisterschale der Handball-Frauen-Bundesliga zu sehen. © dpa

Schon Anfang Oktober hatte Dr. Reinhard Rauball, Präsident von Borussia Dortmund, drastische Worte gewählt. Das Schicksal der BVB-Handballerinnen lag in den Händen der eigenen Mitglieder.

„So ehrlich müssen wir sein: Dies wäre gleichbedeutend mit dem Ende des Profisports innerhalb des eingetragenen Vereins, insbesondere mit Blick auf den professionellen Spielbetrieb der ersten Frauenhandballmannschaft“, sagte Rauball dem BVB-Mitgliedermagazin.

Am Sonntagmittag ging es ums Geld. Die Mitglieder mussten entscheiden, ob sie eine sogenannte „Umlage“ in der BVB-Satzung verankern wollten. Diese soll es dem eingetragenen Verein in Zukunft erlauben, bis zu 50 Prozent der Mitgliedsbeiträge zu nutzen, um finanzielle Einbußen der Handballerinnen und der Tischtennis-Abteilung auszugleichen.

BVB: Klare Angelegenheit bei der Abstimmung

Damit soll der finanzielle Bestand der Handballerinnen gesichert werden. Bei einem Mitgliedsbeitrag von jährlich 60 Euro und rund 154.000 Mitgliedern könnte ein Millionenbetrag zusammenkommen. Und die bei der Jahreshauptversammlung anwesenden 531 Mitglieder honorierten den sportlichen Erfolg der Bundesliga-Handballerinnen, die amtierender Deutscher Meister sind und in der Champions League spielen.

Mit 99,25 Prozent stimmten sie klar für die Satzungsänderung und der Einführung der Umlage (527 Mitglieder stimmten dafür, es gab vier Enthaltungen). Eine Dreiviertelmehrheit war notwendig, um die Umlage zu beschließen.

Abteilungsleiter Andreas Heiermann hat mit so einem deutlichen Ergebnis gerechnet. „Das Gefühl hatte ich von vornherein, dass die BVB-Fans so ticken“, freute sich der Handball-Chef von Borussia Dortmund.

Mit der Satzungsänderung gibt dies nun auch Planungssicherheit für die Handball-Abteilung. In den kommenden Wochen sollen die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt werden. „Ich freue mich, dass durch die Satzungsänderung beide Abteilungen Teil von Borussia Dortmund bleiben“, sagte Rauball.

BVB: Vertragsverlängerungen mit Fuhr und Grijseels geplant

„Mein Plan ist jetzt, dass wir ganz schnell mit André Fuhr über die Vertragsverlängerung sprechen, genauso wie mit Alina Grijseels“, sagte Heiermann. Mit Fuhr soll bereits in den kommenden Tagen dafür ein Termin gefunden werden.

Heiermann ist auch zukünftig erster Vorsitzender der Abteilung und geht damit in sein 14. Jahr, das ist bereits am Donnerstag (18. November) bei den Vorstandswahlen der Handball-Abteilung beschlossen worden. Neu dabei ist Rupert Thiele, der einstimmig als zweiter Vorsitzender gewählt worden ist und damit die Nachfolge von Andreas Bartels antritt, der Anfang April gestorben ist.

Bestätigt wurde auch Maria Pfefferkuch im Vorstand der Abteilung. Sie geht in ihr 16. Jahr.

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