BVB rettet einen Punkt beim Bundesliga-Schlusslicht Halle-Neustadt

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Das hatten sie sich bei Borussia Dortmund sicherlich anders vorstellst. Gegen den Tabellenletzten der Handball-Bundesliga reichte es nur zu einem 31:31. Der BVB trat mit einem Rumpfkader an.

Dortmund

, 03.02.2019, 21:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB rettet einen Punkt beim Bundesliga-Schlusslicht Halle-Neustadt

Johanna Stockschläder traf achtmal für den BVB. © Wolfgang Stummbillig

Als sich der BVB-Tross am Sonntagabend auf den mehr als 350 Kilometer langen Weg zurück nach Dortmund machte, wussten die Schwarzgelben selbst noch nicht so genau, was sie denn nun von diesem Ergebnis halten sollten. Auf den ersten Blick, sagte BVB-Trainer Gino Smits zunächst einmal wenig überraschend, fühle sich das 31:31 (15:14) beim SV Union Halle-Neustadt an „wie eine Niederlage“. Natürlich. Zumal der Tabellenletzte der Handball-Bundesliga bis zum Duell mit dem BVB, der den Sprung auf Rang vier verpasste, bislang erst einen einzigen Punkt geholt hatte.

Dass sie bei den Schwarzgelben dennoch nicht gänzlich unzufrieden waren und selbst diese „gefühlte Niederlage“ noch als Erfolg werten wollten, lag vor allem am glücklichen Zustandekommen – Alina Grijseels traf sechs Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter zum Ausgleich – und den Widrigkeiten, mit denen sich der BVB am Sonntag auseinandersetzen musste.

Da war zum einen der Schnee, der den Dortmunderinnen auf personelle Ebene ordentlich zusetzte. Denn statt nach ihrem Spiel mit der BVB-A-Jugend gegen die SG Rödertal/Radeberg in Großröhrsdorf nach Halle-Neustadt nachzureisen, steckten Dana Bleckmann, Lena Hausherr, Mariel Wulf und Carlotta Fege auf der Autobahn fest. Dann verletzte sich auch noch Nadja Mansson nach etwa zehn Minuten an der linken Schulter, sodass Gino Smits in der Folge nur noch eine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Die hieß in den ersten Minuten übrigens Alina Grijseels, die ihrerseits mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte.

„Haben unsere Leistung nicht gebracht“

„Natürlich haben heute einige Spielerinnen gefehlt, aber wir müssen trotzdem in der Lage sein, dieses Spiel zu gewinnen“, sagte Smits, der gar nicht erst den Versuch unternahm, nach Ausreden zu suchen. „Wir haben unsere Leistung, insbesondere in der Abwehr und auf der Torhüterposition, nicht gebracht, obwohl wir uns da gut vorbereitet haben. Ganz ehrlich: Damit habe ich nicht gerechnet.“

Bereits in der ersten Hälfte begannen die Schwarzgelben schläfrig und lagen gegen den Außenseiter schnell mit vier Toren (2:6/9. Minute) zurück. Nach 18 Minuten schien der BVB das Spiel dann aber doch in die richtigen Bahnen zu lenken, Grijseels traf in der 18. Minute per Siebenmeter zu erstmaligen Führung (10:9).

Auch in der zweiten Halbzeit erwischte Halle-Neustadt, bei der Mariana Ferreira Lopes (9 Tore) und Nadine Smit (8) überragten, den besseren Start und zog auf 25:21 (44.) davon. Vier Treffer von Johanna Stockschläder zwischen der 50. und 54. Minute brachten den BVB wieder mit 29:28 in Führung. Doch der Tabellenletzte konterte und hatte den Sieg bei 31:30 schon vor Augen. Dann bewies Grijseels Nervenstärke und sicherte Dortmund sechs Sekunden vor Schluss zumindest noch einen Punkt.

BVB: Woltering, Duijndam, ten Holte - Grijseels (9/7), C. Müller (2), A. Müller (6), Einarsdottir (1), Stockschläder (8), van Kreij (4), Huber, Mansson (1)
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