BVB-Spielerinnen könnten mit einem Titel aus der Ligapause zurückkehren

BVB-Handball-Frauen

Mitten in der Corona-Krise startet in Dänemark die Handball-EM der Frauen. Auch der BVB ist vertreten - teilweise mit guten Titelchancen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Dortmund

, 02.12.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kelly Dulfer (l.) und Merel Freriks haben gute Chancen auf einen Titel

Kelly Dulfer (l.) und Merel Freriks haben gute Chancen auf einen Titel © imago images/wolf-sportfoto

Endlich: In Dänemark startet am Donnerstag (3. Dezember) die Handball-Europameisterschaft der Frauen. Bis zum 20. Dezember kämpfen die besten Handballerinnen Europas um den Titel – mit dabei auch neun Akteure aus Dortmund. Wir beantworten alle Fragen, die den schwarzgelben Fans unter den Nägeln brennen.

? Wie läuft die EM ab?

Nachdem sich Norwegen als Ausrichter zurückgezogen hatte, findet die EM nur noch in den beiden dänischen Städten Herning und Kolding statt. Zum Schutz vor dem Coronavirus befinden sich alle Teams in einer „Blase“ ohne Kontakt zur Außenwelt und werden regelmäßig auf das Virus getestet. Die Mannschaften kämpfen in vier Vorrundengruppen um das Weiterkommen. Die ersten drei Teams qualifizieren sich für eine der beiden Hauptrundengruppen. Die beiden Erstplatzierten der zwei Hauptrundengruppen spielen um die Medaillen, die jeweils Drittplatzierten um Platz fünf.

? Welche schwarzgelben Spielerinnen sind dabei?

Gleich acht BVB-Spielerinnen wurden in ihre Nationalteams berufen. Den größten Anteil macht dabei – natürlich – die Oranje-Fraktion aus Dortmund aus. Kelly Dulfer, Inger Smits, Merel Freriks, Rinka Duijndam und BVB-Neuzugang Laura van der Hijden kämpfen für Weltmeister Niederlande um den EM-Titel. Auch im Kader des deutschen Teams stehen zwei Borussinnen: BVB-Kapitänin Alina Grijseels und Torhüterin Isabell Roch sind am Dienstag mit dem Nationalmannschafts-Tross in Dänemark angekommen. Jennifer Rode hatte zwar noch am Vorbereitungslehrgang in Frankfurt teilgenommen, wurde vor der Abreise aber noch aussortiert. Das BVB-Oktett wird von der Spanierin Jennifer Gutiérrez Bermejo komplettiert. Neben den acht Spielerinnen befindet sich außerdem André Fuhr in Dänemark, der den unter Quarantäne stehenden deutschen Bundestrainer Henk Groener vertritt. Sobald Groener nachkommt, reist Fuhr ab. Im ersten Spiel gegen Rumänien wird der Dortmunder aber definitiv mit auf der Bank sitzen.

? Wie stehen die Chancen für die Borussen und ihre Teams?

In Gruppe D bekommt es die deutsche Auswahl mit Rumänien, Polen und Norwegen zu tun. Nach der verpatzten Qualifikation für die Olympischen Spiele bei der WM 2019 will die DHB-Auswahl bei der EM nur „von Spiel zu Spiel“ denken. Ganz anders ist die Lage beim niederländischen Weltmeister, der in Gruppe C auf Kroatien, Serbien und Ungarn trifft: Kelly Dulfer und Co. gehören mit Titelverteidiger Frankreich, Russland und Norwegen ganz eindeutig zu den Favoriten in Dänemark. Auch Vizeweltmeister Spanien, der in der Gruppe B gegen Russland, Schweden und Tschechien spielt, rechnet sich Titelchancen aus.

? Wann stehen die Schwarzgelben das erste Mal auf der Platte?

Grijseels, Roch und Fuhr starten am Donnerstag (3. Dezember) für Deutschland mit dem Spiel gegen Rumänien (18 Uhr) in das Turnier. Jennifer Gutiérrez Bermejo spielt ebenfalls am 3. Dezember mit Spanien gegen Russland (18.15 Uhr), die Niederländerinnen steigen einen Tag später gegen Serbien ein (20.30 Uhr).

? Werden die Spiele übertragen?

Ja, auf sportdeutschland.tv werden alle Spiele der Europameisterschaft live und kostenlos übertragen.

? Wann können die Borussen aufeinandertreffen?

Deutschland und die Niederlande können – wenn sie sich denn qualifizieren – schon in der Hauptrunde aufeinandertreffen. Spanien mit Jennifer Gutiérrez Bermejo wäre für beide erst in den Finalspielen ein möglicher Gegner.

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